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Green IT

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Der technische Fortschritt eilt mit großen Schritten immer weiter voran. Egal ob Smartphones, Tablets oder Laptops, technische Geräte sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Viele Geräte werden zudem immer moderner und leistungsstärker. Diese rasanten Entwicklungen bleiben allerdings nicht ohne Folgen für unsere Umwelt.

Mit dem digitalen Storytelling „Green IT“ erfährst du alles rund um den Themenkomplex Green IT. Von der allgemeinen Erklärung des Themenbereichs bis hin zur Verknüpfung unsere digitalen Lebenswelt mit dem Umweltschutz, hier erfährst du welche Auswirkungen unsere Mediennutzung auf das Klima haben.

Dir stehen insgesamt drei Themenbereiche zur Verfügung. Jedes Thema wird durch eine Person repräsentiert, die dir erklärt was dich in dem jeweiligen Raum erwartet. Du entscheidest, mit welchem, Thema du dich auseinandersetzten willst und welche Objekte du dir genauer anschauen möchtest.
Durch Scrollen oder Wischen kannst du die einzelnen Inhalte aufrufen.

Zur Orientierung helfen dir die Navigationsleiste am rechten Bildrand und die Hinweisschilder in der Ausstellung. Wenn du nicht am Computer sitzt, drehe dein Tablet oder Smartphone für eine optimale Ansicht.

Viel Spaß beim Erkunden der virtuellen Ausstellung!
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Einführung

Die Nutzung digitaler Medien gehört heute ganz selbstverständlich zu unserem Leben: Wir bestellen online Pizza, stöbern in Web-Shops und kommunizieren per Kurznachricht mit Freund*innen aus aller Welt. Unsere Notebooks, Tablets und Smartphones senden, empfangen und verarbeiten tagtäglich große Mengen digitaler Daten.

Als Basis für den Datenaustausch dient vor allem das Internet. 2023 betrug der Anteil der Nutzer*innen in Deutschland über alle Altersgruppen hinweg 94 Prozent. Unter den 14- bis 49-Jährigen waren es sogar fast 100 Prozent. Zum Vergleich: 2003 waren gerade einmal 51,1 Prozent der Gesamtbevölkerung im Netz unterwegs. Und das meist von einem stationären PC aus, der zuhause oder in einem speziellen Computerraum in der Schule stand.

Analoge, also physisch greifbare Daten hatten damals eine viel größere Bedeutung als heute: Informationen auf Papier füllten Notizbücher und Aktenschränke. Und auch Fotos oder Tonaufnahmen waren längst nicht immer digital verfügbar.

Dank moderner und zunehmend leistungsfähiger Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) ist die Digitalisierung seither rasant vorangeschritten. Neben unserer Freizeit hat sie auch den Schulalltag stark verändert. Hilfsmittel wie Tablets, interaktive Whiteboards oder Lernmanagementsysteme machen das Lernen, Präsentieren und Kommunizieren flexibler und abwechslungsreicher.

Die Schattenseite des digitalen Fortschritts sind negative Auswirkungen auf unsere Umwelt. Produktion, Betrieb und Entsorgung jedes einzelnen Geräts kosten wertvolle Rohstoffe und Energie. Und auch das Internet, in dem immer größere Datenmengen bewegt werden müssen, ist ein wachsender Ressourcenfresser.

Zum Glück lässt sich der digitale Wandel auch nachhaltig denken und gestalten – mit Green IT. Was das ist, was dich das Thema angeht und wie du selbst aktiv werden kannst, erfährst du in diesem Lernraum.

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Digitalisierung im Alltag

Wer an digitale Medien im Alltag denkt, dem fällt vermutlich erst einmal das eigene Smartphone oder der Laptop ein. Aber auch viele andere Geräte wie der Smart-TV oder intelligente Lautsprecher gehören dazu. In unserer Freizeit nutzen wir diese Medien zur Unterhaltung: um Musik aus dem Internet zu streamen, Onlinegames zu spielen oder Videoclips zu schauen.

Oft sind sie einfach praktisch und nützlich, etwa für die schnelle Kommunikation mit Eltern oder Freund*innen. Sie unterstützen uns bei der Suche nach Informationen wie Nachrichten oder speziellem Fachwissen für die Schule.

Im Schulalltag arbeiten wir heute so selbstverständlich mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), dass wir kaum mehr darüber nachdenken. Manche digitalen Hilfsmittel lösen analoge Medien nach und nach komplett ab: Kreidetafeln landen im Schulkeller und werden durch interaktive Whiteboards ersetzt, die du vielleicht auch als "digitale Tafeln" kennst. Manchmal sind digitale Geräte einfach eine Ergänzung – zum Beispiel, wenn du neben Schulheften hin und wieder das Tablet nutzt, um Informationen aufzuschreiben und später wieder nachzuschlagen.

Die Digitalisierung hat großen Einfluss auf unser Alltagsleben. Ebenso stark wirkt sie sich aber auch auf unsere Umwelt, also die Welt, die uns alle umgibt, aus. Zwei Beispiele aus der Schule sollen diese Zusammenhänge zeigen.

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Am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Infektionskrankheit COVID-19 offiziell zur weltweiten Pandemie. Für den Schulunterricht in Deutschland hatte das direkte Folgen: Noch im selben Monat schlossen die Schulen, und Videokonferenzen ersetzten die gewohnten Unterrichtsstunden im Klassenzimmer.

Für Schüler*innen wie auch Lehrkräfte stellte diese neue Situation eine große Herausforderung dar. Und längst nicht alle kamen mit der neuen Art, miteinander zu kommunizieren, gut zurecht. Letztlich konnten sie dank des digitalen Fernunterrichts aber gemeinsam weiterlernen und inhaltlich "am Ball bleiben", bis der Präsenzunterricht weiterging.

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Ausschnitt aus der Tagesschau von März 2020: Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern berichten, wie sie mit dem Lernen von zuhause während der Corona-Krise zurechtkommen. Quelle: ARD / YouTube

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Für Fachkonferenzen oder Informationsveranstaltungen mit den Eltern nutzen viele Lehrkräfte weiterhin gern Videochats. Das spart Zeit, Aufwand und kann sogar die Umwelt schonen: Ein Forschungsprojekt des Umweltbundesamts von 2022 hat gezeigt, dass Online-Meetings fast immer besser für das Klima sind als die Anreise zu einem Treffen vor Ort mit dem Auto, Bus oder Zug.

Die Verbrennung des Kraftstoffs dieser Verkehrsmittel setzt nämlich eine Menge Treibhausgase – hauptsächlich Kohlenstoffdioxid, kurz: CO₂ – frei. Das treibt die Erderwärmung und damit den Klimawandel voran. Mit negativen Folgen für uns und unsere Umwelt.

Ohne Folgen für unser Klima, also klimaneutral sind Videokonferenzen leider auch nicht. Denn Geräte, Datenübertragung und Co. verbrauchen elektrische Energie. Und deren Erzeugung verursacht ebenfalls CO₂-Emissionen, also einen Ausstoß von Kohlenstoffdioxid.

Wie hoch diese Emissionen beim Online-Meeting sind, können wir als Teilnehmende sehr stark beeinflussen: Mit dem Laptop chattet es sich deutlich stromsparender als mit einem großen Videomonitor.

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Heute sind Schulrucksäcke deutlich leichter als noch vor ein paar Jahren – dank weniger Papier. Mitschriften auf dem Tablet ersetzen Notizen im Schulheft und können an Mitschüler*innen verschickt werden, die eine Stunde versäumt haben. Lehrkräfte stellen Inhalte von interaktiven Whiteboards oder Arbeitsblätter und Übungen online bereit. Hausaufgaben landen ebenso in der Schulcloud wie die anschließenden Korrekturen und Anmerkungen.

Verbrauchen wir in Deutschland dank der Digitalisierung also nun weniger Papier und schonen auf diese Weise die Umwelt?

Leider nein. Zwar ist laut Umweltbundesamt der Konsum sogenannter grafischer Papiere, zu denen Druckerpapier und Schulhefte gehören, aufgrund des digitalen Wandels tatsächlich zurückgegangen. Zugleich ist aber der Verbrauch von Verpackungspapier gestiegen. Das füllt unter anderem beim Verschicken von Online-Bestellungen die Pakete.
Unser Konsumverhalten in der digitalen Welt bremst also den positiven Trend des Papiersparens aus. Unterm Strich ist – und bleibt – der Papierverbrauch in Deutschland weiterhin hoch.

Videoquelle
Blauer Engel








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Der digitale Wandel birgt Chancen für unsere Umwelt: In einigen Bereichen kann er helfen, Ressourcen zu sparen und CO₂-Emissionen zu verringern. Weitere Beispiele hierfür wirst du später noch kennenlernen.

Automatisch umweltfreundlich ist die Digitalisierung deshalb aber nicht. Denn die Informations- und Kommunikationstechnologien, die wir so selbstverständlich im Alltag nutzen, verursachen CO₂-Emissionen und verbrauchen natürliche Ressourcen.

Bei den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Umwelt spielen ganz viele Faktoren eine Rolle – und einige davon können wir positiv beeinflussen.

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Green IT - Was geht mich das an?

Hi, ich bin Emma. Schön, dich zu sehen!

Ich mache gerade meine Hausaufgaben. Meine Lehrerin hat die Übungen online hochgeladen und ich bearbeite sie direkt am PC. Praktisch, oder? Weißt du noch, als wir das während Corona im Homeschooling die ganze Zeit machen mussten? So ganz ohne Freund*innen …

Aber wusstest du, dass der digitale Unterricht für unsere Umwelt besser war? Niemand kam mehr mit dem Bus oder Auto, die Schulen mussten nicht geheizt und die Arbeitsblätter nicht ausgedruckt werden. Trotzdem: Es gibt auch negative Folgen. Schließlich verbrauchen die Herstellung und Nutzung von Geräten Ressourcen und stoßen Emissionen aus. An meiner Schule haben wir inzwischen ein Hybrid-Modell. Der Unterricht findet wieder in Präsenz statt, aber manchmal nutzen unsere Lehrer*innen noch die Online-Lernplattform.

Hm, wenn ich genauer drüber nachdenke, benutzen wir unsere Geräte eigentlich noch viel öfter. Mit Handys und Laptops können wir spielen, streamen, mit Freund*innen schreiben und vieles mehr. Und vielleicht haben deine Eltern bei euch zuhause smarte Lösungen für die Heizung etc.? Oder eine Cloud für die Familienfotos? Die Digitalisierung betrifft inzwischen fast unseren gesamten Alltag. Aber hat nicht auch das Folgen für die Umwelt?

Na, zum Glück kann jede*r dagegen etwas tun! Zum Beispiel müssen wir nicht dauernd neue Geräte kaufen. Und wenn mal eins kaputt geht, könntest du es erstmal reparieren. Wusstest du, dass es extra Repair-Cafés für so etwas gibt? Oder wie man schon beim Kauf auf nachhaltigere Geräte achten kann? Sieh selbst! In diesem multimedialen Lernraum erfährst du ganz viel über Digitalisierung, Umwelt und grüne Lösungen.
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Auswirkungen auf die Umwelt

Jedes unserer digitalen Geräte durchläuft einen Lebenszyklus. Er beginnt mit der Herstellung, bei der teils seltene Rohstoffe verarbeitet werden. Darauf folgt der Betrieb – mit der Besonderheit, dass nahezu ständig eine Datenübertragung über das Internet sowie ein Zugriff auf Daten und Dienste aus Rechenzentren erfolgt. Am Ende steht die Entsorgung der Geräte.

Um den Ressourcenverbrauch unseres digitalen Lebensstils besser zu verstehen, schauen wir uns die einzelnen Phasen des Zyklus einmal näher an. Dabei wird auch deutlich werden, warum es wichtig ist, sparsam mit den Ressourcen umzugehen und Geräte möglichst lange zu nutzen.

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Unter der Oberfläche unserer Geräte verbergen sich elektronische Bauteile. Die bestehen vor allem aus vielen verschiedenen Metallen – darunter zum Beispiel Aluminium, Kupfer und Lithium. Ein weiterer wichtiger Rohstoff, von dem du vielleicht schon einmal gehört hast, ist das Halbmetall Silizium, das unter anderem in Computerchips steckt. Ebenfalls unverzichtbar: Sogenannte "Seltene Erden", eine Gruppe von Metallen, die man etwa für Displays, LEDs und Laser benötigt.

Die meisten Metalle werden in Minen abgebaut, Lithium wird teils aus Salzseen gewonnen. Oftmals zerstört der Rohstoffabbau die Lebensräume von Pflanzen und Tieren. Er verbraucht viel Wasser und verursacht Abfälle, die nicht immer umweltgerecht entsorgt werden. Außerdem können Schadstoffe, die beim Abbau ins Grundwasser, in den Boden und in die Luft gelangen, Mensch und Umwelt belasten.

Viele Rohstoffe sind in Deutschland gar nicht oder nicht in ausreichenden Mengen verfügbar. Sie müssen aus verschiedenen Ländern zu Fabriken transportiert werden, die sich wiederum oft im Ausland befinden.

Rohstoffabbau, Produktion und die teils langen Transportwege mit verschiedenen Verkehrsmitteln wie Flugzeugen oder Frachtschiffen verursachen CO₂-Emissionen und andere Umweltbelastungen.

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Der “Terra X”-Beitrag erklärt, wie sich der Abbau von Lithium in Argentinien auf die Umwelt auswirkt. Quelle: ZDF / YouTube

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Während der Nutzungsphase verbrauchen die Geräte sehr viel elektrische Energie, also Strom. Auch das verursacht CO₂-Emissionen.

Fast alle digitalen Geräte kommunizieren ständig über das Internet. Sie verbrauchen also nicht nur Strom für den Betrieb. Sondern auch für die Datenübertragung über die Telekommunikationsnetze, die unsere Geräte miteinander verbinden und die Basis des Internets bilden.

Das Internet besteht unter anderem aus Kabeln, Funkverbindungen und besonders leistungsstarken Computern, die man Server nennt. Aus digitalen Geräten und Bauteilen also, die ebenfalls unter Ausstoß von CO₂ und unter Verwendung wertvoller Rohstoffe hergestellt, betrieben und hin und wieder auch komplett ausgetauscht werden müssen.

Große Konzerne wie Google oder Amazon, aber auch Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Hochschulen haben eigene Rechenzentren auf der ganzen Welt. Darunter kann man sich große Hallen mit Servern vorstellen, die Daten speichern und verarbeiten. Einige von ihnen stellen die Websites und Dienste bereit, die wir regelmäßig über das Internet nutzen – zum Beispiel Suchmaschinen, Social Media oder Online-Shops. Und auch wenn du etwas „in der Cloud“ speicherst, landet es in einem oder mehreren solcher Rechenzentren.

Hinzu kommt, dass nicht nur die leistungsstarke Hardware in den Hallen Strom verbraucht, sondern auch die zusätzlich eingebaute Technik zum Messen, Steuern und Beleuchten. Und zum Kühlen der Server – denn die erzeugen im laufenden Betrieb stetig sehr viel Wärme.

Ein zunehmender Stromfresser in Rechenzentren ist Künstliche Intelligenz (KI). In Gestalt von ChatGPT hast du sie bestimmt schon für die Schule verwendet. Damit KI gute Ergebnisse liefert, muss man sie trainieren. Dieses Training ist allerdings extrem rechenintensiv und verbraucht viel Energie. Die Nachfrage nach KI-Diensten und Produkten mit eingebauten KI-Fähigkeiten steigt – und mit ihr die CO₂-Emissionen.

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Elektrische und elektronische Geräte einfach in die Mülltonne zu werfen, ist in Deutschland verboten. Aus gutem Grund: Neben wertvollen Ressourcen, die wiederverwertbar sind, stecken im Inneren auch gefährliche Stoffe. Zum Beispiel Quecksilber, Blei oder Arsen. Diese Stoffe sind hochgiftig und somit schädlich für Mensch und Umwelt.

Um die Bestandteile sortieren, recyceln oder möglichst umweltschonend entsorgen zu können, nehmen Wertstoff- und Recyclinghöfe Elektro- und Elektronikaltgeräte kostenlos an. Außerdem kann man sie mancherorts auch, ähnlich wie Sperrmüll von zuhause abholen lassen. In vielen Fällen müssen Einzel- und Onlinehändler sowie Supermärkte ab einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern sogar defekte Geräte kostenlos zurücknehmen.

Leider klappt das Recycling aber nicht so gut, wie es sollte. Seit 2019 gibt es in Deutschland eine gesetzliche “Mindestsammelquote”. Sie schreibt folgendes vor: Jedes Jahr müssen mindestens 65 Prozent des Gewichts von alten Elektrogeräten gesammelt werden, verglichen mit dem Gewicht von neu verkauften Geräten im Durchschnitt der letzten drei Jahre.

2021 konnten nur 38,6 Prozent eingesammelt werden – weniger als in den Vorjahren. Und das, obwohl die Zahl der in Umlauf gebrachten Geräte jedes Jahr steigt.

Die “fehlenden” Geräte landen zum Beispiel in Stadtparks, an Waldrändern oder, illegal entsorgt, im Hausmüll. In einigen Fällen gelangen unsere Altgeräte auf illegalem Weg ins Ausland. Dort zerlegen ihn Schrotthändler auf der Jagd nach wiederverwertbaren Bauteilen – unter großen Gefahren für Umwelt und Gesundheit. Überreste werden unkontrolliert und umweltschädlich verbrannt.

Auf diese Weise gehen Rohstoffe für das Recycling hier in Deutschland verloren.

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Altgeräte aus Europa landen oftmals in Ghana. Die Menschen dort leben vom Schrotthandel – und opfern für ein wenig Geld ihre Gesundheit. Quelle: Deutsche Welle / YouTube

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Green IT: Es geht auch nachhaltig!

Herstellung, Betrieb und Entsorgung der Geräte und Technologien, die wir täglich nutzen, strapazieren die Umwelt. Zurückdrehen können wir die Digitalisierung nicht; aber wir können Verantwortung für unser Handeln übernehmen und sie nachhaltiger (mit-)gestalten.

Hier kommt Green IT ins Spiel: Der Fachbegriff fasst verschiedene Ansätze zusammen, Informations- und Kommunikationstechnologien möglichst umweltfreundlich und ressourcenschonend zu produzieren, betreiben und entsorgen. Außerdem beinhaltet er auch die Entwicklung, Förderung und Nutzung digitaler Technologien, die helfen können, die Umwelt zu schützen und die CO₂-Emissionen in ihrer Gesamtheit zu verringern.

Ein paar Beispiele für Projekte, Gesetze und Zertifizierungen aus der „grünen“ Informationstechnik stellen wir dir hier vor.

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Seit einigen Jahren gibt es zunehmend Projekte, die sich mit dem Abbau mineralischer Rohstoffe für digitale Geräte in Europa beschäftigen. So gibt es in Deutschland mehrere große Lithium-Vorkommen, die man fördern will. Zu den Vorteilen der Rohstoffgewinnung innerhalb Europas zählen deutlich kürzere Transportwege sowie teils umweltfreundlichere Abbaumethoden.

Leider sind längst nicht alle Rohstoffe in Europa verfügbar. Einige werden in Südamerika oder Afrika unter teils menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut. Ähnliches gilt für die Arbeitsbedingungen in vielen Fabriken, etwa bei der Produktion elektronischer Bauteile, die wir für unsere IKT benötigen.

Das Anfang Januar 2023 beschlossene deutsche Lieferkettengesetz und sein im April 2024 verabschiedetes EU-Gegenstück sollen diese Situation verbessern: Sie verpflichten Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit und zur Achtung von Menschenrechten. Und zwar über ihre gesamte Lieferkette hinweg. Also über alle Stationen im In- und Ausland, von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis zur Lieferung.

Dadurch sollen Unternehmen einerseits zu mehr Transparenz verpflichtet werden, anderseits sollen wir Konsument*innen eine bessere Grundlage für die Auswahl umweltfreundlicher und fairer Produktquellen bekommen. Letztendlich liegt es aber in unserer Hand verantwortungsbewusst einzukaufen, statt nur nach möglichst niedrigen Preisen Ausschau zu halten.

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Ein Videoclip des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erklärt das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, kurz: Lieferkettengesetz. Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales / YouTube

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Rohstoffe aus Deutschland: Im Oberrheingraben zwischen Basel und Frankfurt will man mit umweltschonenden Verfahren Lithium gewinnen. Eine Bürgerinitiative spricht sich allerdings dagegen aus. Quelle: Hessischer Rundfunk / YouTube

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Eine Orientierungshilfe für den Kauf nachhaltiger digitaler Geräte ist der "Blaue Engel" des Bundesumweltministeriums. Das Umweltzeichen gibt es schon seit 1978. Im Lernraum hast du es bereits kennengelernt, und vielleicht ist es dir auch schon beim Einkaufen begegnet.

Der Blaue Engel ziert nicht nur umweltfreundliches Papier, Haushaltsprodukte oder Textilien, sondern auch IKT, die dafür strengen und klar definierten Anforderungen genügen müssen.

Computer und Tastaturen mit dem Blauen Engel müssen einfach reparierbar und mit neuer Hardware aufrüstbar sein, damit man sie möglichst lange verwenden kann. Die Materialien müssen gut recycelbar sein und dürfen nur sehr wenig Schadstoffe enthalten.

Auch für Software gibt es den Blauen Engel. Denn abhängig davon, wie sie programmiert ist, kann sie unterschiedlich viel Rechenleistung benötigen. Und das wirkt sich stark darauf aus, wie viel Energie die Geräte verbrauchen, auf denen sie installiert ist. Weitere Anforderungen an stromsparende Software mit dem Blauen Engel sind der Verzicht auf Werbeeinblendungen und auf so genanntes Tracking, also das Sammeln von Nutzerdaten für Auswertungen. Denn die ständige Datenübertragung durch solche Funktionen frisst zusätzliche Energie und ist für den reinen Programmbetrieb unnötig.

Ebenfalls verpflichtend ist die regelmäßige Bereitstellung von Updates für die Software. Diese erhöhen die Sicherheit, erweitern die Funktionalität und machen die Programme langlebiger und damit umweltschonender.

Was ist auf dem Hintergrundbild zu sehen?
Ein Screenshot der Webseite des Blauen Engels.

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Rechenzentren: Am besten klimaneutral

Eine Studie des Kompetenzzentrums Green ICT @ FMD von 2023 hat gezeigt, dass der durch IKT verursachte Stromverbrauch seit 2020 stetig steigt. Das liegt an den wachsenden Datenmengen, die die Geräte durch die Telekommunikationsnetze schicken. Und an der steigenden Anzahl der Rechenzentren.

Ein wichtiges Ziel der Green IT ist deshalb, dass der Betrieb von Rechenzentren möglichst umweltschonend und bestenfalls sogar klimaneutral ist. Das bedeutet, dass ihr Betrieb keine Auswirkungen auf das Klima haben soll.

Das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund), das als zentraler IT-Dienstleister die Rechenzentren der deutschen Bundesverwaltung betreut, will diese bis 2030 klimaneutral machen. Dafür setzt es unter anderem auf erneuerbare Energien: Mit Ökostrom aus Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft statt konventionellem Strom aus Erdöl, Erdgas oder Kohle lässt sich viel CO₂ einsparen. Die sogenannte Abwärme, also die Wärmeenergie, die beim Serverbetrieb entsteht, nutzt das ITZBund zum Beheizen von Büroräumen. Siehe auch Spotlight 2 "Geräte und Internetnutzung"

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Künstliche Intelligenz (KI) spielt zunehmend eine bedeutende Rolle und eröffnet neue Chancen für den Umwelt- und Naturschutz. Hier ein paar Beispiele:

  • Im Straßenverkehr kann KI Ampelanlagen intelligent steuern, um Wartezeiten zu optimieren und so CO₂-Emissionen zu verringern, die durch Kraftstoffverbrauch entstehen. Die Deutsche Bahn nutzt KI, um den Zustand ihrer Güterwagen zu prüfen. Dadurch wird der Schienenverkehr als vergleichsweise umweltfreundliches Transportmittel effizienter.
  • Ausgestattet mit Sensoren und Kameras, hilft KI in der Abfallwirtschaft beim Sortieren unseres Mülls – und macht so den Recyclingprozess unserer Altgeräte effizienter.
  • Durch sogenannte Machine-Learning-Algorithmen kann KI dabei helfen Plastikmüll und anderen schädlichen Abfällen in unseren Gewässern aufzuspüren und die Verbreitung solcher Schadstoffe zu minimieren.
  • Im Bereich des Smart Home kommt KI zum Einsatz, um etwa die Raumtemperatur oder die Beleuchtung energiesparend zu regulieren. Das spart nicht nur Geld, sondern schont die Umwelt.

Die Technologie kann sogar direkt im Lebensraum bedrohter Tier- und Pflanzenarten ansetzen. Etwa indem sie Daten zu deren Häufigkeit und Bedürfnissen analysiert. Auf diese Weise lässt sich ermitteln, welche Bäume sich zur Aufforstung eines bestimmten Gebiets eignen. Oder welche Maßnahmen für den Tierschutz besonders wirksam sind.

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Der ARD-Beitrag erklärt, wie KI zum Umweltschutz beitragen kann. Quelle: WDR / YouTube

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Was kann jeder Einzelne von uns tun?

Einige Green IT-Ansätze von Staat, Unternehmen und Forscher*innen hast du nun kennengelernt. Aber auch du selbst kannst aktiv werden, um deine ganz persönliche CO₂-Bilanz zu verbessern, also den durch dein Handeln verursachten CO₂-Ausstoß zu senken.

Beim Einschätzen dieser Bilanz hilft der sogenannte digitale CO₂-Fußabdruck. Er bildet die Gesamtheit der CO₂-Emissionen ab, die jede*r von uns durch die Nutzung digitaler Geräte, Infrastrukturen und Dienste verursacht.

Wie groß dieser Abdruck pro Kopf und Jahr in Deutschland ist, stellt eine Grafik der Forschungseinrichtung Öko-Institut e.V. dar. Sie wurde bereits 2020 veröffentlicht und basiert auf Schätzungen. Dennoch eignet sie sich gut, um die Verhältnisse zu verdeutlichen.

Demnach verursacht jede*r von uns einen CO₂-Ausstoß von insgesamt 12 Tonnen pro Jahr. Davon entstehen 0,85 Tonnen durch unseren digitalen Lebensstil, also unsere Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Das klingt erst einmal nach nicht viel. Wenn man aber berücksichtigt, dass jede*r von uns laut Öko-Institut statt 12 Tonnen insgesamt maximal zwei Tonnen CO₂-Emissionen jährlich ausstoßen sollte, um der Umwelt nicht zu schaden, ist es eben doch sehr viel.

Deinen persönlichen digitalen CO₂-Fußabdruck kannst du unter https://www.digitalcarbonfootprint.eu/ berechnen. Dort kannst du auch ausprobieren, welchen jährlichen CO₂-Ausstoß verschiedene digitale Produkte und Dienste verursachen.

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Beim Kauf eines neuen Geräts helfen spezielle Energieeffizienz-Label dabei, Produkte zu erkennen, die sparsam mit Strom umgehen und die Umwelt schonen. Vertrauenswürdig sind etwa der Blaue Engel, das europäische EU Ecolabel und der US-amerikanische "Energy Star". Indem du nach ihnen Ausschau hältst, verringerst du die Gefahr, auf falsche Umweltversprechungen, sogenanntem Greenwashing, hereinzufallen.

Eine umweltschonende Alternative zum neuen Smartphone oder Computer ist der Gebrauchtkauf. Er verlängert den Lebenszyklus der Geräte, spart Rohstoffe und schont zugleich den Geldbeutel. Bei gebrauchten Smartphones solltest du unbedingt darauf achten, dass das Betriebssystem noch Updates erhält, um Sicherheitsrisiken durch Malware oder Hacking zu vermeiden.

Bei gebrauchten PCs kann es sich lohnen, einen Blick auf Linux zu werfen. Das alternative, kostenlose Open Source-Betriebssystem kann dank passender Treiber noch so einiges aus älterer Hardware herausholen.

Ob nun neu oder alt: Das Gerät solltest du in jedem Fall für dich passend auswählen. In der Regel verbrauchen große Geräte bei gleicher Energieeffizienz, also bei gleich sparsamem Umgang mit der zugeführten Energie, mehr Strom als kleinere Geräte. Hinterfrage also, ob du wirklich einen Desktop-PC mit XXL-Monitor benötigst. Denn nicht nur dessen Herstellung, sondern auch der spätere höhere Energieverbrauch belasten die Umwelt deutlich stärker als schlanke Tablets und Laptops, die du flexibel überall hin mitnehmen kannst.

Neben dem Bildschirm sind Prozessor, Grafikkarte und Netzteil die größten Stromfresser Je sparsamer du diese Komponenten also wählst, desto umweltschonender ist der Betrieb deiner Geräte.

Was ist auf dem Hintergrundbild zu sehen?
Die drei Umweltsiegel "Blauer Engel" (RAL gGmbH), "EU Ecolabel" (RAL gGmbH) und "Energy Star" (United States Environmental Protection Agency)


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Der Stromverbrauch verschiedener Aktivitäten im Netz ist sehr unterschiedlich. Beim Streamen von Videos oder Musik empfängst du über einen längeren Zeitraum hinweg viele Datenpakete; die Datenmenge einer einzelnen Suchanfrage im Netz ist dagegen vergleichsweise gering. Zahlen zum Vergleichen liefert dir der Online-Rechner zum digitalen CO₂-Fußabdruck.

Indem du in deiner Freizeit öfter einmal zum gedruckten Buch greifst statt Videoclips zu schauen, kannst du deinen digitalen CO₂-Fußabdruck erheblich verringern. Ein weiterer Tipp zum datensparsamen Surfen ist, große Dateien wie Fotos oder Videos vor dem Verschicken zu komprimieren, also zu verkleinern. Oder sie einmal in der Cloud zu speichern und anschließend Links zur Datei zu versenden.

Strom kannst du auch beim Gerätebetrieb sparen, indem du den Energiesparmodus deines Laptops nutzt und das Gerät nach der Nutzung ausschaltest anstatt dauerhaft den Stand-by-Modus zu verwenden. Eine Steckdosenleiste mit Schalter hilft dir dabei, das konsequent umzusetzen: Legst du den Schalter um, sind alle Geräte vom Strom getrennt und versteckte Energiefresser haben keine Chance.

Beim Onlineshopping solltest darauf achten, Produkte "gebündelt" zu bestellen. Denn einzelne Spontankäufe landen jeweils in einzelnen Kartons und sorgen so für ein hohes Verpackungsmüll-Aufkommen. Vermeide Rücksendungen, soweit es geht, verzichte auf Expressversand-Optionen und stelle sicher, dass die Zustellung klappt, um Transportwege kurz zu halten. Und last but not least: Die Bestellung nachhaltiger Produkte aus dem Inland statt Billigware aus Asien ist immer die bessere Wahl für die Umwelt.

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Vielleicht hast du beim Online-Kauf ja auch schon einmal einen Haken in einem Kästchen gesetzt, das versprach, den CO₂-Ausstoß zu kompensieren. Phoenix / YouTube

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Schrauben, stecken, aufrüsten: Hardware-Reparaturen oder das Ersetzen von Bauteilen kann Spaß machen und beschert Geräten ein längeres Leben. Das wiederum spart Ressourcen und schont die Umwelt.

Reparaturtipps findest du zum Beispiel auf der Website iFixit. Und vielleicht gibt es in deiner Stadt auch ein Repair-Café, das Werkzeuge und Hilfestellung anbietet.

Damit das Reparieren statt Wegwerfen für Verbraucher bald leichter umsetzbar ist, wurde im Juli 2024 eine neue EU-Richtlinie beschlossen. Sie regelt das Recht auf Reparatur (engl. „Right to Repair“, R2R). Hersteller werden darin verpflichtet, reparierbare Produkte künftig günstiger und teils auch kostenfrei wieder in Ordnung zu bringen. Die gesetzlichen Garantiezeiträume sollen länger und Reparaturdienste besser auffindbar werden. Außerdem schlüsseln sogenannte Digitale Produktpässe (DPP) unter anderem Daten zu Reparierbarkeit und benötigten Ersatzteilen auf. Bis 2026 müssen die EU-Staaten die R2R-Richtlinie in konkrete Gesetze umwandeln.

Nutze funktionsfähige Geräte vor dem Aussortieren möglichst lange, statt dich von Werbemaschen für die neuesten Produkte einwickeln zu lassen. Dass sich auf diese Weise reichlich Ressourcen einsparen lassen, zeigt eine Studie des Fraunhofer-Instituts von 2022. Die Forschenden beschäftigten sich speziell mit dem Fairphone 4. Wie der Name verrät, bemüht sich der niederländische Hersteller Fairphone, Smartphones unter möglichst fairen Bedingungen herzustellen.

Das Ergebnis der Studie: Die jährliche CO2 -Bilanz des Fairphone 4 nimmt um 31 Prozent ab, wenn es fünf statt nur drei Jahre genutzt wird. Verwendet man das Smartphone gar 7 Jahre und nimmt dabei kleinere Reparaturarbeiten in Kauf – die Forschenden wechselten zweimal den Akku – sinken die jährlichen Emissionen gar um 44 Prozent.

Geräte, die deinen eigenen Anforderungen nicht mehr genügen, aber noch funktionieren, kannst du verkaufen, verschenken oder spenden. Denn gerade Menschen, die wenig Geld haben, freuen sich oftmals, mit Altgeräten am digitalen Leben teilhaben zu können.

Ganz am Ende des Geräte-Lebenszyklus sollte immer das Recycling stehen. Wo du Geräte in deiner Stadt abgeben kannst, woran du Rücknahmestellen erkennst und worauf du sonst noch achten musst, erfährst du auf der Website der Kampagne "Plan E".

Was ist auf dem Hintergrundbild zu sehen?
Ein Plakat der Kampagne "Plan E"

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Wir alle können dazu beitragen, die Digitalisierung umweltfreundlicher zu gestalten. Und damit auch beeinflussen, wie die Welt, in der wir leben, künftig aussehen wird. Schon kleine Veränderungen deines IKT-Konsums verbessern deine digitale CO₂-Bilanz.

Wenn du darüber hinaus Entscheidungen triffst, die auch das Denken, Handeln und den CO₂-Ausstoß anderer positiv beeinflussen, nennt man das den "ökologischen Handabdruck". Du hast es buchstäblich in der Hand, auch gesellschaftlich etwas zu verändern. Denn je mehr Menschen anfangen, CO₂ einzusparen, desto größer ist der positive Effekt auf die Umwelt und das Klima.

Übrigens: Immer mehr Menschen leugnen den Klimawandel. Sie sind also der Meinung, dass es ihn nicht gibt oder dass unser Verhalten keine Auswirkungen auf das Klima hat.

Ihnen begegnest du am besten mit Fakten. Zum Beispiel aus diesem Lernraum, aus wissenschaftlichen Studien oder aus Faktenchecks öffentlich-rechtlicher Medien, die du im Internet leicht finden kannst. Auch die Website des Umweltbundesamts hält viele hilfreiche Informationen zu Klimaschutzthemen bereit.

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Hand in Hand für Klima- und Umweltschutz: Gemeinsam können wir alle noch mehr CO₂ einsparen. Quelle: Umweltbundesamt / YouTube

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Einführung

Ob in der Bahn, beim Chillen auf dem Sofa oder in der großen Pause – Social Media ist fast immer mit dabei. TikTok, Insta, YouTube oder Snapchat sind längst mehr als nur Zeitvertreib: Sie bringen uns zum Lachen, liefern Trends, zeigen uns, was bei anderen gerade abgeht – und sind manchmal auch einfach gut gegen Langeweile. Viele posten selbst regelmäßig, andere schauen sich lieber an, was die anderen so machen. Klar ist: Ohne Social Media läuft heute kaum noch was.

Aber mal ehrlich: Wie oft hast du schon gedacht „Ich schau nur kurz rein“ – und zack, sind 30 Minuten weg? Social Media macht Spaß, keine Frage. Trotzdem kann der ständige Blick aufs Handy auch ganz schön stressig sein. Der Druck, nichts zu verpassen, Likes zu sammeln oder immer erreichbar zu sein, ist real. Und das ist nur die eine Seite.

Denn auch unsere Umwelt bekommt die Social-Media-Dauerbeschallung zu spüren. Für unsere Smartphones werden seltene Rohstoffe abgebaut – oft unter richtig schlechten Bedingungen. Beim Streamen und Posten wird viel Energie verbraucht, vor allem in riesigen Rechenzentren. Und was passiert eigentlich mit alten Handys?

In diesem Lernraum erkunden wir, wie Social Media unseren Alltag prägt – und welche ökologischen, sozialen und persönlichen Auswirkungen damit verbunden sind. Warum ist Social Media so ein großer Teil unseres Alltags? Was steckt technisch und ökologisch dahinter? Und wie kann man mit allem cooler und bewusster umgehen – ohne gleich auf alles zu verzichten? Wir zeigen dir, was du selbst tun kannst, um nicht nur digital gut unterwegs zu sein, sondern auch fair und nachhaltig.

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Impressum

Herausgeber
Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e.V.
Taunusstraße 52
65183 Wiesbaden

Internet: www.jugend-und-bildung.de
E-Mail: redaktion@jugend-und-bildung.de

Vertretungsberechtigte
Martin Zimnol (Mitglied AJubi)
Michael Jäger (Geschäftsführer)

Fördergeber
Das Projekt wurde vom Umweltbundesamt gefördert.

Verlag
Eduversum GmbH
Taunusstraße 52
65183 Wiesbaden

Telefon: (0611) 50 50 92 00
Fax: (0611) 50 50 92 55
Internet: www.eduversum.de

Registereintrag
Eintragung im Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Wiesbaden
Registernummer: HRB 25555

Umsatzsteuer-ID:
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a Umsatzsteuergesetz: DE260102330

Verbraucherstreitbeilegung (§ 36 Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG))
Zuständige Verbraucherschlichtungsstelle in Deutschland ist die Universalschlichtungsstelle des Bundes – Zentrum für Schlichtung e.V., Straßburger Straße 8, 77694 Kehl am Rhein, Tel.: 07851/7957940, E-Mail: support@universalschlichtungsstelle.de.

Es besteht weder Verpflichtung noch Bereitschaft zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle.

Verantwortlich für die Inhalte (§ 55 Abs. 2 RStV): Michael Jäger, Taunusstraße 52, 65183 Wiesbaden

Konzept, Projektleitung und Redaktion
Frauke Hagemann (verantwortlich), Peter Wigand, Niclas Trabitzsch
E-Mail: redaktion@jugend-und-bildung.de

Fachliche Beratung
Christian Löwe (Umweltbundesamt), Anna Zagorski (Umweltbundesamt), Martin Zimnol (ehem. Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz, Mitglied Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e.V.)

Autorenschaft
Olivia von Westernhagen

Grafik
Anja Malz, Illustration und Grafik Design

Programmierung
Pageflow (Codevise Solutions GmbH)

Redaktionsschluss
Dezember 2025

Bildrechte
Screendesign: © Adobe Stock

Modul I: Green IT – Was geht mich das an?
Spotlight 1: Digitalisierung im Alltag
Adobe Stock / jamesteohart
Adobe Stock / insta_photos
Adobe Stock / pavelkant
Adobe Stock / xavier gallego morel
Spotlight 2: Auswirkungen auf die Umwelt
Adobe Stock / vejaa
Adobe Stock / Corona Borealis
Adobe Stock / foxeel
Spotlight 3: Green IT: Es geht auch nachhaltig!
Adobe Stock / Inna
Blauer Engel / Produkte
Adobe Stock / Beenish

Modul II: Mobil unterwegs in den Sozialen Medien

Spotlight 1: Soziale Medien im Alltag
Adobe Stock / escapejaja
Adobe Stock / Syda Productions
Spotlight 2: Mobil kommunizieren - aber nachhaltig!
Adobe Stock / xiaoliangge
Adobe Stock / Viktor
Adobe Stock / Alexsandr Volkov
Spotlight 3: Gut für die Umwelt: Social Media reduzieren
Adobe Stock / pickup
Adobe Stock / Jacob Lund

Modul III: Gaming und Streaming
Spotlight 1: Die Datenströme unseres Alltags
Adobe Stock / Jacob Lund
Adobe Stock / Lux Images
Spotlight 2: Umweltbelastung durch Gaming & Streaming
Adobe Stock / Inkwell Imagery
Adobe Stock / amavcoffee
Spotlight 3: Umwelt und Klima spielend entlasten
Adobe Stock / Chanakon
Adobe Stock / alswart

Rechtshinweis
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Mobil unterwegs in den Sozialen Medien

Hi, ich bin Leon. Freut mich, dass du vorbeischaust!

Kennst du schon dieses lustige Video, das gerade die sozialen Medien erobert? Ich wünschte, das hätte ich erstellt! Ich selbst poste nämlich auch regelmäßig Social-Media-Inhalte. Mit kurzen Videoclips, Fotos und Texten kann ich zeigen, was ich gerade erlebe oder was ich besonders gut kann. Es macht Spaß, sich mit anderen auszutauschen – und die Likes und Kommentare der anderen Nutzer*innen machen mich natürlich auch ein bisschen stolz.

Ich nutze Social Media aber auch, um mit Freund*innen in Kontakt zu bleiben. Und um Neues zu lernen: Von coolen Dancemoves über leckere Kochrezepte bis hin zu Wissen, das wir im Schulunterricht nutzen können. Meist gehe ich mit dem Smartphone online – schließlich habe ich es fast immer dabei und kann damit schnell auf neue Inhalte reagieren.

Aber in der digitalen Welt der sozialen Medien ist nicht alles nur positiv. Die Digitalisierung kann auch negativen Einfluss auf unsere Umwelt haben. Der Datenaustausch über das Internet, der Betrieb großer Rechenzentren und der Lebenszyklus unserer mobilen Geräte kosten viel Energie und Ressourcen. In diesem Lernraum erfährst du mehr über die Auswirkungen speziell unserer Smartphones und unserer Social-Media-Nutzung auf Umwelt und Klima.

Die gute Nachricht: Mit Green IT, die du ja auch schon kennengelernt hast, lässt sich das mobile Surfen durch die sozialen Medien umweltfreundlicher gestalten! Dieser Lernraum soll dir vermitteln, wie das geht und was du selbst dazu beitragen kannst.

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Soziale Medien im Alltag

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Mit fortschreitender Digitalisierung nimmt auch Social Media immer mehr Raum in unserem Alltag ein. Wie viel, belegen Zahlen aus der Bitcom-Studie 2024 (Kinder- und Jugendstudie des Branchenverbands der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche. Demnach nutzten im Jahr 2024 93 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren mindestens ab und zu Social Media.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt die jährlich durchgeführte Medienstudie von ARD und ZDF. Außerdem geht aus ihr hervor, dass die Social-Media-Nutzung der deutschsprachigen Gesamtbevölkerung seit 2021 stetig zugenommen hat.

Die Bitkom-Studie schlüsselt das Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen noch stärker auf: Ab einem Alter von 12 Jahren ist die Mehrheit der Befragten demnach täglich in Social-Media aktiv. 64 Prozent aller Befragten greifen sogar mehrmals täglich auf die Plattformen zu. Die Durchschnittsdauer pro Tag, bezogen auf alle Altersgruppen, beträgt 95 Minuten, wobei die Nutzungsdauer mit steigendem Alter zunimmt.

Häufig erfolgt der Zugriff mit Geräten, die die meisten von uns ständig dabei haben: unseren Smartphones. Laut JIM-Studie besaßen 2024 96 Prozent aller Mädchen und 91 Prozent aller Jungen zwischen 12 und 19 Jahren ein eigenes Mobilgerät. 93 Prozent der Befragten verwendeten es täglich.

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Social-Media-Plattformen dienen dazu, online Inhalte (z.B. kurze Texte, Fotos oder Videos) mit anderen zu teilen. Manche Nutzer posten regelmäßig selbst etwas; viele schauen sich aber auch einfach gern an, was andere veröffentlicht haben.

Die Schwerpunkte sind teils sehr unterschiedlich:

  • Privater Austausch: Manche Plattformen wie zum Beispiel Facebook sind vor allem dazu gedacht, freundschaftliche Kontakte zu pflegen und zu knüpfen. Nachdem man ein persönliches Profil erstellt hat, kann man Freunde aus aller Welt hinzufügen und sich über Chatfunktionen und eigene Gruppen mit ihnen austauschen.
  • Generell ist es im privaten Austausch aber wichtig, die Privatsphäre zu achten, respektvoll zu kommunizieren und sich der potentiellen Reichweite und Dauerhaftigkeit digitaler Inhalte bewusst zu sein.
  • Berufliche Kontakte: Vielleicht haben deine Eltern schon einmal davon erzählt: Netzwerke wie Xing oder LinkedIn sind bei Erwachsenen beliebt, um sich im Job zu vernetzen. Ins persönliche Profil schreiben sie zum Beispiel ihre beruflichen Stationen oder spezielle Fachkenntnisse.
  • Teilen von Inhalten: Das Teilen von kurzen Texten, Bildern und Videos ist fester Bestandteil fast aller Social Media-Plattformen. Bei Diensten wie YouTube, TikTok oder auch X (ehemals Twitter) steht das so genannte „Social Sharing“ klar im Mittelpunkt: Hier geht es um das Teilen, Anschauen, Liken und Kommentieren meist öffentlich verfügbarer Inhalte. Die können unterhaltsam und witzig, aber auch informativ sein und Fachwissen vermitteln.

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Manchmal ist es gar nicht so einfach zu definieren, was Social Media ist und was nicht.

So ordnet zum Beispiel die schon erwähnte JIM-Studie auch den beliebten Messengerdienst WhatsApp bei den sozialen Medien ein.

Im Unterschied zu Social Media dient das Instant Messaging mit WhatsApp, Signal, Telegram und Co. jedoch vorrangig der Kommunikation per Textnachricht zwischen Einzelpersonen.

Dass die Grenzen dazwischen oft fließend sind, zeigt das Beispiel Snapchat, das anders als andere soziale Medien eher wie ein Messenger aufgebaut ist. Im Mittelpunkt steht aber nicht das „sich verständigen“, sondern das Teilen bearbeiteter Fotos und Videos, Deshalb wird Snapchat üblicherweise als Social-Media-Dienst eingeordnet.

Ebenfalls diskussionswürdig: Die Medienstudie von ARD und ZDF betrachtet YouTube vorrangig als Videoplattform. Deshalb führt sie sie in einer eigenen Statistik zusammen mit Angeboten wie Online-Mediatheken und Streamingdiensten wie Netflix und Prime auf.

Tatsächlich besitzt YouTube jedoch ausgeprägte Social Media-Eigenschaften: Nutzer können eigene Inhalte erstellen, hochladen und vermarkten. Außerdem gibt es rege Diskussionen, Fangemeinden und umgekehrt auch „Hater“, also negative Reaktionen auf YouTuber und ihren Content. Entsprechend behandeln wir YouTube in diesem Lernraum als soziales Medium.

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Wie funktioniert eigentlich Snapchat, und warum macht es süchtig? Im Video erfährst du es. Quelle: Arte / YouTube

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Das beliebteste Social-Media-Angebot unter Jugendlichen war 2024 laut Bitkom YouTube – je nach Altersgruppe gefolgt von Snapchat, Instagram und TikTok.

Im Mittelpunkt dieser Plattformen steht Video-Content – mit Ausnahme vielleicht von „Insta“, das eine Kombination aus Social Sharing und dem Pflegen und Knüpfen von Kontakten bietet.

Auf TikTok kann jede*r kurze, bunte Videoclips zu beliebigen Themen hochladen oder sich einfach nur die aktuellen Trends anschauen. Das sind gruppierte Inhalte, die etwas gemeinsam haben. Zum Beispiel angesagte Songs oder beliebte Themen, die mit bestimmten Hashtags, also Schlagworten versehen sind.

Die kurzen, schnellen Videoformate, die es als „Shorts“ mittlerweile auch bei YouTube gibt, kommen gut an. Auffallend ist das Hochkant-Format der Inhalte, das beim Filmen mit dem Handy entsteht. Es zeigt, wie stark die Lieblingsplattformen von Jugendlichen auf die Nutzung per Smartphone zugeschnitten sind. Dafür gibt es komfortable Apps, deren Gegenstücke im Web oft deutlich weniger gefragt sind. Dass zum Beispiel jemand Snapchat auf dem Laptop nutzt, dürfte eher selten vorkommen – oder wie ist es bei dir?

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Soziale Medien lassen uns digital miteinander in Kontakt treten, lachen, staunen und manchmal auch einfach entspannen. Manche Inhalte sind sogar zum Einbauen in den Schulunterricht geeignet.

Dass es ständig Neues zu entdecken gibt, kann aber auch Stress verursachen. Vielleicht kennst du den Reflex, das Smartphone hervorzuholen, um “mal eben schnell” herauszufinden, was sich online getan hat. Womöglich hat jemand auf das Foto reagiert, das du vor einer Stunde gepostet hast?

Neben der Ablenkungsgefahr gibt es noch weitere negative Seiten von Social Media: Suchtgefahr, Fake News und Mobbing sind nur einige Themen, auf die wir später in diesem Lernraum noch zu sprechen kommen werden.

Aber auch auf Umwelt und Klima hat unsere Social-Media-Nutzung als Bestandteil des digitalen Wandels unmittelbare Auswirkungen.

Als Bestandteil des digitalen Wandels wirken sich die Plattformen auch auf Umwelt und Klima aus. Produktion, Betrieb und Entsorgung unserer Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) Kosten Ressourcen, verschmutzen die Umwelt und verursachen CO2-Emissionen.

Die Belastung von Umwelt und Klima setzt sich bei der Social Media-Kommunikation und vor allem auch beim Streaming von Videos über das Internet fort. Ebenfalls ein wichtiger Faktor: die gigantischen Rechenzentren, die die Unternehmen hinter Facebook, Snapchat und Co. für das Bereitstellen ihrer Dienste und zur Verarbeitung riesiger Mengen von Nutzerdaten und -inhalten benötigen.

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Zu viel Handyzeit, vor allem Social Media ist auf Dauer schädlich für unsere Gesundheit. Quelle: SWR Wissen / YouTube

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Datenschutz

Der Schutz Ihrer Daten ist für uns wichtig, und wir nehmen unsere Verantwortung hinsichtlich der Sicherheit Ihrer personenbezogenen Daten sehr ernst. Wir verpflichten uns zum Schutz Ihrer personenbezogenen Daten wie auch zur Transparenz darüber, welche Daten wir über Sie erfassen und zu welchem Zweck wir diese verwenden. Um den neuesten Änderungen in der Datenschutzgesetzgebung auf Basis der am 25. Mai 2018 europaweit in Kraft tretenden Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) zu entsprechen und unsere Verpflichtung zur Transparenz aufzuzeigen, haben wir unsere Datenschutzerklärung aktualisiert. Am Umgang mit Ihren Daten ändert sich dabei jedoch grundsätzlich nichts. Wenn Sie genauere Einzelheiten erfahren möchten, schauen Sie sich unsere Datenschutzrichtlinien an unter: www.jugend-und-bildung.de/datenschutz

Kontaktadresse für datenschutzrelevante Anfragen: redaktion@jugend-und-bildung.de 
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Mobil kommunizieren - aber nachhaltig!

Wahrscheinlich kennst du schon den Lebenszyklus digitaler Geräte (z. B. aus Lernraum 1): von der Herstellung über den Betrieb einschließlich der Datenübertragung über das Internet bis hin zur Entsorgung der Geräte. Im Folgenden betrachten wir die Stationen des Lebenszyklus speziell im Hinblick auf unsere Smartphones, da wir mit ihnen besonders häufig in den sozialen Netzwerken unterwegs sind. Wir erfahren, wie wir unser Kauf-, Nutzungs- und Entsorgungs- bzw. Recyclingverhalten zugunsten von Green IT positiv verändern können.
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Unsere Smartphones bestehen aus Kunststoff (ca. 56 %), Metallen (25 %), Glas und Keramik (16 %) sowie einem kleinen Anteil sonstiger Materialien (3 %).

Die enthaltenen Metalle sind zahlreich. Mehr als 50 verschiedene benennt eine Veröffentlichung der Deutschen Rohstoffagentur – verteilt auf Komponenten wie Gehäuse, Touchscreen, Leiterplatte und -bahnen sowie den Akku. Den größten Anteil machen Eisen, Silicium, Magnesium, Aluminium und Kupfer aus. Auch wertvolle Metalle wie Gold, Silber und Platin sind in kleinen Mengen enthalten. Und sogenannte Seltene Erden (auch Seltene Metalle oder Seltenerdmetalle genannt), die du schon aus Lernraum 1 kennst.

Der Abbau der Rohstoffe für unsere Geräte belastet die Umwelt. Auch Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen bleiben dabei allzu oft auf der Strecke. So sind zum Beispiel am Abbau von Kobalt im Kongo oder von Lithium in Nigeria nicht selten auch Kinder beteiligt. Beide Metalle stecken in den Akkus unserer Smartphones und Tablets.

Der aufwändige Produktionsprozess mit vielen Stationen des Zusammenbaus und die teils langen Transportwege während und nach diesem Vorgang belasten die Umwelt zusätzlich.

Insgesamt verursacht die Herstellung eines neuen Smartphones (je nach Datenquelle) einen CO2-Ausstoß von etwa 46 bis 50 kg. Zum Vergleich: 47 kg CO2 entspricht den Emissionen, die 432 Einwegflaschen verursachen.

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Nicht immer selten, aber häufig kritisch: Der Arte-Beitrag erklärt, warum Seltene Metalle so heißen. Quelle: Arte / YouTube

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Im Norden Nigerias wird seit einiger Zeit vermehrt Lithium abgebaut. Eine gefährliche Knochenarbeit, an der mitunter auch Kinder beteiligt sind. Quelle: Deutsche Welle / YouTube

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Trotz der negativen Umweltauswirkungen der Smartphone-Herstellung werden weltweit jährlich mehr als eine Milliarde neue Geräte verkauft. Zum Glück gibt es aber zumindest in Deutschland einen positiven Trend: Seit 2021 nutzen die Menschen ihr Smartphone jedes Jahr länger, bevor sie sich ein neues kaufen. 2025 betrug die durchschnittliche „Lebenszeit“ der Geräte 24 Monate.

Für Umwelt und Klima wäre es wünschenswert, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Auch du kannst dazu beitragen:

  • Gebrauchte Smartphones kaufen oder von Freunden übernehmen: Was für Elektrogeräte ganz allgemein gilt, gilt auch für unsere mobilen Geräte: Oft reicht ein gebrauchtes. Frag doch mal bei Freunden nach, ob sie nicht noch ein ausrangiertes Smartphone in der Schublade haben. Ganz wichtig dabei: Achte darauf, dass das Betriebssystem des Geräts noch Sicherheitsupdates bekommt. Auch die Neuinstallation eines freien Betriebssystems kann eine Option sein, um die Lebensdauer zu verlängern. Beliebt ist zum Beispiel das Android-basierte, kostenlose LineageOS. Beim Gebrauchtkauf im Internet empfiehlt sich die Suche nach „refurbished“ Geräten. Diese sind generalüberholt und werden auf speziellen Plattformen zu deutlich günstigeren Preisen angeboten als Neuware. Meist bekommt man sogar eine Garantie.                                                                                      
  • Beim Neukauf nachhaltig denken: Wenn du mit deinem Smartphone selbst Fotos und Videos für Social Media machst, stellst du sicherlich etwas höhere Ansprüche an die Hardware. Du wünschst dir eine gute Kamera und am besten auch leistungsstarke Funktionen für die Bildbearbeitung. Ebenfalls wichtig zum Posten, Fotografieren und Streamen von unterwegs: ein Akku mit viel Power und reichlich Speicherplatz. Und eine robuste Verarbeitung, damit das Bildschirmglas auch den einen oder anderen Aufprall übersteht.                                                                                                                                                                            Im Fachhandel, in Expertenforen und auf Websites erhältst du vor dem Neukauf jede Menge Informationen und technische Eckdaten zu aktuellen Modellen. Wenn du dich gut informierst und im Zweifel einmal etwas mehr Geld für Qualität ausgibst, hast du länger Freude an deinem Kauf und tust gleichzeitig etwas für die Umwelt. Achte darauf, dass sich der Speicherplatz für deine Fotos und Videos nachträglich per SD-Karte erweitern lässt. Schutzfolien und -Hüllen verlängern die Lebensdauer (nicht nur) neuer Geräte. Wer sichergehen möchte, dass das Gerät seiner Wahl ressourcenschonend und unter möglichst fairen Bedingungen produziert wurde, kann sich auch bei Smartphones am Blauen Engel orientieren.
Gut zu wissen: Am 20. Juni 2025 tritt die neue Ökodesignverordnung der EU in Kraft, die neben anderen Geräten auch Smartphones betrifft. Sie erhöht die bisherigen Anforderungen an neu produzierte Geräte im Hinblick auf deren Nachhaltigkeit, Energie- und Ressourceneffizienz. Auch sind Hersteller verpflichtet, die Smartphones länger als bisher mit Updates zu versorgen und bestimmte Ersatzteile mindestens sieben Jahre lang bereitzustellen.

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Im Vergleich zu anderen digitalen Geräten verbrauchen unsere Smartphones in der Nutzungsphase nicht viel Strom. Obwohl sie fast ständig eingeschaltet sind, ist ihr bloßer Betrieb dank Akku wenig belastend für die Umwelt. Die Forschungs-einrichtung Öko-Institut e.V. Smartphone schätzte die jährlich durch den Smartphone-Betrieb verursachten CO2-Ausstoß auf 4 Kilogramm pro Kopf.

Im Gegensatz dazu verbraucht die Datenübertragung über das Internet zur Nutzung sozialer Netzwerke sehr viel Energie. Das Öko-Institut geht von folgenden Werten aus:
  • 4 Stunden Videostreaming pro Tag: 62 kg CO2e pro Jahr und Kopf
  • 10 Fotos für soziale Netzwerke pro Tag: 1 kg CO2e pro Jahr und Kopf
Die Zahl der Social Media-Nutzenden steigt seit Jahren kontinuierlich an – und mit ihr auch der Bedarf an Rechenleistung und Speicherplatz für die Plattformen. In der Konsequenz bauen die verantwortlichen Konzerne immer mehr Rechenzentren auf der ganzen Welt, die ebenfalls für einen hohen CO2-Ausstoß sorgen.

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“Refurbished” Handys: Der Beitrag bietet einen Überblick und stellt drei Plattformen vor, die sich auf generalüberholte Geräte spezialisiert haben. Quelle: Hessischer Rundfunk / YouTube

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Mit Einschränkungen deines persönlichen Social-Media-Konsums kannst du einen großen Unterschied bewirken. Wie du dabei am besten vorgehst und warum das nicht nur der Umwelt, sondern auch dir selbst gut tut, erklärt Spotlight 3 - Gut für die Umwelt: Social Media reduzieren.

Aber auch für den nachhaltigen Gerätebetrieb gibt es ein paar Tipps:

  • Geräte lange nutzen und reparieren: Wie für andere digitalen Geräte gilt auch für dein Smartphone: Behalte es so lange wie möglich. Repair-Cafés, Online-Reparatur-Communities wie iFixit und natürlich soziale Medien in Gestalt von YouTube-Erklärvideos unterstützen dich beim Reparieren. Manche Mobilfunkanbieter bieten ihren Kunden bei jeder Vertragsverlängerung ein neues Smartphone an. Oft beträgt die Zeitspanne dazwischen nur zwei Jahre, so dass eigentlich noch tadellose Handys viel zu früh ausrangiert werden. Auch wenn es angesichts gehypter neuer Modelle als Statussymbol vielleicht schwerfällt: Mach’ da nicht mit.
  • Akku schonen und bei Bedarf austauschen: Lithium-Ionen-Akkus verlieren mit der Zeit an Speicherkapazität, so dass du dein Handy häufiger laden musst. Deshalb ist es sinnvoll, schon beim Kauf auf einen leicht austauschbaren Akku zu achten. Du kannst die Lebensdauer des Bauteils aber auch wirkungsvoll erhöhen, indem du beim Laden ein paar einfache Grundsätze befolgst. So bedeuten beispielsweise sowohl das vollständige Aufladen als auch das komplette Entleeren „Stress“ für den Akku.                                                                 
  • Strom sparen: Trenne das Ladegerät vom Stromnetz, sobald du mit dem Aufladen fertig bist. Das klappt am besten, wenn du das Gerät tagsüber lädst und zwischendurch den Akkustand überprüfst.
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Im Video gibt ein Experte Tipps zum Schonen des Smartphone-Akkus durch richtiges Laden. Quelle: FOCUS online / YouTube

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Speziell für alte Smartphones gibt es Sammelaktionen vieler gemeinnütziger Organisationen, die dafür mit Recyclingfirmen und Mobilfunkanbietern zusammenarbeiten. Sie kümmern sich für dich um eine fachgerechte Entsorgung kaputter Geräte, nehmen aber auch funktionstüchtige Smartphones entgegen.

Letztere werden gewartet und bei Bedarf repariert, bevor sie weiterverkauft werden. Erlöse aus Verkauf und Recycling dienen einem guten Zweck. In anderen Fällen gehen die reparierten Geräte als Geschenk an finanziell benachteiligte Menschen, damit auch sie am digitalen Leben teilhaben können.

Beim Recycling werden endgültig ausrangierte Handys fachgerecht in ihre Bestandteile zerlegt. Die enthaltenen Metalle und Kunststoffe werden voneinander getrennt und giftige Stoffe umweltschonend entsorgt. Laut Naturschutzbund können rund 80 Prozent der Smartphone-Bestandteile recycelt werden.

Tendenz steigend – denn Forscher*innen arbeiten derzeit intensiv an Verfahren, um auch Seltene Erden effektiv zurückzugewinnen. Aufgrund der sehr geringen Mengen in den Geräten sowie des hohen Aufwands wurde darauf in der Vergangenheit meist verzichtet.

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Seltene Erden recyceln: „Die Maus“ erklärt unterhaltsam neue Ansätze zur Rückgewinnung. Quelle: Die Maus / YouTube

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Der Lebenszyklus unserer Smartphones kann nur dann zu einem geschlossenen Kreislauf werden, wenn wir die mittlerweile sehr guten Recycling-Möglichkeiten auch wirklich nutzen. Deshalb ist es ganz wichtig, dass wir alte Geräte nicht in Schubladen bunkern, sondern

  • … ihren Lebenszyklus verlängern, indem wir sie verschenken, verkaufen oder spenden
  • … sie fachgerecht entsorgen lassen, falls wirklich nichts mehr zu machen ist.

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Wohltätige Organisationen, wie hier im Beispiel die Caritas in Regensburg, nutzen deine Handyspende für einen guten Zweck. Quelle: BR 24 / YouTube

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Gut für die Umwelt: Social Media reduzieren

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Du weißt jetzt, dass du deinen digitalen CO2-Fußabdruck stark verringern kannst, indem du weniger Zeit in den sozialen Medien verbringst. Aber kannst du dir überhaupt vorstellen, mit weniger Social Media auszukommen?

Dass das Reduzieren von Medienzeit, also Zeit, die wir mit digitalen Medien verbringen, schwer fallen kann, zeigt auch Bitkoms Kinder- und Jugendstudie. Darin gaben 2024 42 Prozent aller Befragten an, regelmäßig mehr Zeit in sozialen Netzwerken zu verbringen, als sie eigentlich wollen. Einer der Gründe ist die Angst, etwas zu verpassen.

Ein anderer Grund kann die Art und Weise sein, wie die Plattformen und ihre Inhalte uns in ihren Bann ziehen – in extremen Fällen bis hin zur Social-Media-Sucht. Wenn du selbst regelmäßig Content erstellst und dir vielleicht sogar eine Fangemeinde aufgebaut hast, kommt noch der Druck hinzu, ständig neue Inhalte hochzuladen. Denn sonst droht der Verlust von Followern, Likes und vielleicht sogar Einnahmen.

Das alles klingt nach Stress? Ist es auch! Weniger Social Media kann weniger Stress bedeuten; außerdem bleibt mehr Raum für andere Dinge. Wie du deine Medienzeit reduzieren kannst, ohne im negativen Sinne auf etwas zu verzichten, erfährst du im Folgenden.

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Wie macht uns Social Media süchtig? Das Video erklärt, warum wir oft länger herumscrollen, als wir eigentlich möchten. Quelle: NZZ / YouTube

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Manchmal öffnet man Social Media nur, um „kurz reinzuschauen“. Doch das klappt meist nicht, und aus einem angeschauten Video werden schnell zehn oder auch zwanzig. Algorithmen analysieren, was uns gefällt und sorgen dafür, dass wir weiterhin fesselnde Inhalte angezeigt bekommen. Digitale „Belohnungen“ wie Likes, Smilies, Herzen und Flammen lösen gute Gefühle in uns aus und animieren uns dazu, noch länger online zu bleiben.

Wir verlieren uns in den Netzwerken und vergessen am Ende die Zeit. Das kann auch unsere Beziehungen zu anderen Menschen belasten. Denn wenn jemand ständig auf sein Display starrt, statt mit seinem Gegenüber zu kommunizieren, kann das ganz schön verletzend sein. Für dieses Verhalten gibt es sogar einen eigenen Begiff: „Phubbing“.

Diese Tipps können dir helfen, die Kontrolle über deine Bildschirmzeit zurückzugewinnen:

  • Gängige Smartphone-Betriebssysteme haben eingebaute Funktionen, um die Bildschirmzeit zu tracken und Tageslimits für die Nutzung bestimmter Apps festzulegen. Auf Android-Geräten findet man sie in den Einstellungen unter „Digital Wellbeing“, das iOS-Gegenstück heißt „Bildschirmzeit“.
  • Wo du schon dabei bist: Das deaktivieren von App-Benachrichtigungen hilft gegen das Gefühl, ständig über Social Media erreichbar sein zu müssen.
Du bekommst deine Medienzeit nicht aus eigener Kraft in den Griff? Dann schau’ doch mal auf der Website des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit vorbei. Dort findest du unter anderem eine Checkliste, die dir hilft, Anzeichen übermäßiger Social-Media-Nutzung bis hin zur Sucht zu erkennen. Außerdem gibt es dort Informationen zu Hilfsangeboten sowie eine kostenlose Beratung per Chat.

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Von „Fake News“, also bewusst gestreuten Falschinformationen, hast du bestimmt schon einmal gehört. Sie sind vor allem seit COVID 19 allgegenwärtig. Impfgegner, Anhänger von Verschwörungstheorien oder auch Menschen mit extremen politischen Ansichten streuen Fake News. Ihr Ziel ist es, andere Menschen in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Insbesondere Social Media-Plattformen sind ein beliebter Ort für Falschnachrichten. Gefälschte Profile verbreiten die gewünschten Botschaften und untermalen diese oft mit KI-generierten oder -manipulierten Fotos. Über weitere Fake-Profile kommentieren und liken automatisierte Programme, sogenannte „Social Bots“, die Posts. So wirkt das Ganze noch überzeugender.

Zum Glück ist es mit ein wenig Hintergrundwissen und Übung möglich, Fake News und gefälschte Bilder zu entlarven. Viele hilfreiche Informationen dazu findest du zum Beispiel auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung.

Wenn du weißt, wie man Wahrheit und Lüge voneinander trennt, schützt du dich vor Fake News. Indem du Inhalte zielsicher auswählst und gut abwägst, wem du folgst und wem lieber nicht, reduzierst du ganz nebenbei auch deine Online-Zeit. Und zwar ohne auf wirklich guten Content zu verzichten.

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Wie erkenne ich Fake News? Das Faktencheck-Team der Deutschen Welle gibt hilfreiche Tipps. Quelle: DW / YouTube

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Außer Fake News gibt es noch weitere Social-Media-Inhalte, die es auszusortieren lohnt. Einige davon sind schlicht überflüssig, andere schlimmstenfalls sogar gefährlich.

  • Influencer*innen können mit ihrer Reichweite viel Positives bewirken. Zum Beispiel indem sie sich für faire und nachhaltige Mode aussprechen, per Upcycling aus Altem Neues machen oder uns mit veganen Rezepten dazu anregen, weniger Fleisch zu essen. Hinterfrage kritisch, was deine persönlichen Social-Media-Vorbilder eigentlich zu guten Vorbildern macht.                                                                                                                                                                                  Ist es beispielsweise angesichts des Klimawandels und zunehmender sozialer Ungleichheit noch zeitgemäß, ständig mit dem Flugzeug um die halbe Welt zu jetten und teure Luxusmarken statt Fair Fashion zu bewerben? Und muss man wirklich in Naturschutzgebiete eindringen oder Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum stören, um gute Fotos für Social Media zu machen? Besonders die Antworten auf letztere Fragen sollten nicht schwerfallen.                                                                                              
  • Viele Challenges, also Mutproben auf Social Media, sind harmlos und unterhaltsam: Menschen filmen sich dabei, wie sie sich kaltes Wasser über den Kopf kippen oder versuchen, angesichts witziger Aktionen ihres Gegenübers nicht zu lachen. Manche Mutproben, in denen es zum Beispiel um Recycling, Müllsammeln oder einen minimalistischen Lebensstil geht, sind sogar gut für die Umwelt.                                                                                                                            Ebenso gibt es aber auch Challenges, die lebensgefährlich enden können. Zum Beispiel solche, bei denen extrem scharfe Nahrungsmittel gegessen werden. Oder solche, bei denen es um Drogenkonsum geht. Zeige in diesen Fällen Haltung! Denn solche Aktionen sind weder deine Aufmerksamkeit noch die die umweltbelastende Datenübertragung wert.                                                                       
  • Bestimmt bist du beim Surfen durch die sozialen Netzwerke auch schon auf Inhalte gestoßen, die dich traurig gemacht oder schockiert haben. Kriegsbilder, Gewaltdarstellungen oder frauenverachtende Äußerungen können ganz schön belastend sein. Das Gleiche gilt, wenn jemand von dir hochgeladene Inhalte unsachlich kritisiert, dich beschimpft oder beleidigt.                                                                                                                                        Das alles musst du nicht mit dir selbst ausmachen! Sprich’ mit deinen Eltern oder anderen Vertrauenspersonen über belastende Inhalte. Und, ganz wichtig: Verständige sie, wenn du Cybermobbing erlebst oder mitbekommst, dass andere gemobbt werden.

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Negativ-Beispiel: Eine Influencerin entriss einer Wombat-Mutter ihr Baby, um sich zu filmen. Quelle: Tagesschau / YouTube

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Befeuern Influencer*innen mit ihrem Verhalten den Klimawandel? Ein NDR-Reporter ist dieser Frage nachgegangen. Quelle: NDR / YouTube

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Green IT und deine mobile Kommunikation über die sozialen Medien hängen eng zusammen. Denn indem du den Lebenszyklus deines Smartphones verlängerst und Social Media sparsamer nutzt, tust du Umwelt, Klima und dir selbst etwas Gutes. Komplett auf soziale Medien verzichten musst du deshalb nicht.

Deinen eigenen ökologischen Handabdruck kannst du noch weiter vergrößern, indem du dein neues Wissen mit Freunden und Familie teilst und sie dazu motivierst, ebenfalls bewusster mit digitalen Medien umzugehen.

Das Tolle daran: Gemeinsam fällt es viel leichter, Medienzeit zu reduzieren. Denn wenn alle digital kommunizieren, möchte niemand außen vor bleiben. Aber wenn ihr euch stattdessen trefft und etwas unternehmt, kostet es weniger Anstrengung auf das Smartphone (und nerviges Phubbing!) zu verzichten Coole Challenges gibt es übrigens auch offline. Wie wäre es zum Beispiel mit einem sogenannten “Digital Detox”? („digitale Entgiftung“). Dabei verzichtet man für einen bestimmten Zeitraum teilweise oder auch ganz auf die Nutzung digitaler Geräte und Dienste wie Social Media. Traut euch und probiert es aus – für euch und eure Umwelt!

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Einführung

Streaming und Gaming gehören heute zum Alltag vieler Jugendlicher. Ob Serien, Filme, Musik oder Games – wir greifen jederzeit und von überall darauf zu. Dabei entstehen neue Formen von Freizeit und Gemeinschaft: Spiele sind längst nicht mehr nur „Zeitvertreib“, sondern auch soziale Räume, in denen Freundschaften gepflegt, Teams gebildet und Konflikte ausgetragen werden.

Doch mit der Popularität wachsen auch neue Fragen: Viele Games spiegeln inzwischen die Erfahrungswelten von Erwachsenen – mit Gewalt, Macht oder Verstößen gegen gesellschaftliche Regeln. Die Spieleindustrie investiert Milliarden, um Welten zu schaffen, die fesseln und mit realistischer Grafik beeindrucken. Das macht Spaß, hat aber auch Folgen: Jugendliche bewegen sich in einem Markt, der ihr Jugendzimmer ökonomisiert – durch Konsolen, Abos, In-Game-Käufe, In-Game-Werbung und High-End-Technik.

Hinzu kommt, dass Gaming und Streaming meist nicht auf einem Kanal bleiben: Neben der Konsole laufen Chats, Discord, YouTube oder parallel ein Stream. Diese Multichannel-Nutzung kann spannend, aber auch anstrengend sein, steigert aber in jedem Fall aber auch den Energieverbrauch erheblich. Gerade die hochauflösende Grafik und das ständige Bereitstellen von Inhalten in Rechenzentren verursachen große Mengen an CO₂.

Heißt das jetzt, auf Gaming und Streaming verzichten? Nein. Aber wir sollten uns fragen: Brauche ich immer höchste Grafikqualität? Muss alles gleichzeitig laufen? Wenn wir uns diese Fragen stellen und ein paar einfache Tipps beachten, können wir unseren Spaß behalten und gleichzeitig Umwelt und Klima schonen.

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Gaming und Streaming

Hi, ich bin Mia! Schön, dich kennenzulernen!

Ich bin gerade von der Schule heimgekommen und zocke jetzt ein bisschen mein neues Lieblingsspiel. Dieses Level möchte ich heute unbedingt noch schaffen! Ich mag Games total gerne, um nach einem anstrengenden Tag auf andere Gedanken zu kommen.

Am liebsten zocke ich zusammen mit Freund*innen – wir machen oft einen Videocall oder chatten parallel, und so fühlen wir uns wie in einem gemeinsamen Raum. Manchmal spielen wir im Team zusammen, manchmal treten wir gegeneinander an. Dabei merke ich, dass Games nicht nur Unterhaltung sind: Wir erleben Abenteuer, lernen voneinander, lösen Konflikte und sprechen über vieles, was uns beschäftigt.

Mein aktuelles Spiel hat eine total beeindruckende Grafik – fast wie ein Film. Krass, was da technisch möglich ist! Gleichzeitig frage ich mich: Muss die Grafik wirklich immer so perfekt und realistisch sein? Da vergisst man ja fast, dass man sich nur in einer virtuellen Welt befindet. Klar, es sieht toll aus, aber dafür braucht man starke Konsolen und viel Energie. Neulich habe ich auch ein Serious Game ausprobiert, in dem man eine Stadt klimafreundlich planen muss – das hat mir gezeigt, wie Entscheidungen beim Energie- und Datenverbrauch zusammenhängen.

Außerdem lese ich öfter, dass manche Games nicht nur Spaß machen, sondern auch problematische Dinge zeigen, zum Beispiel Gewalt oder Banküberfälle. Da frage ich mich schon: Wie wirkt das eigentlich auf uns?

Und natürlich weiß ich: Zocken und Streamen haben auch ihren Preis für Umwelt und Klima – CO₂, Stromverbrauch, Rohstoffe für Geräte. Aber zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, bewusster zu gamen: WLAN statt mobile Daten, Reparieren statt ständig neu kaufen, oder einfach mal auf mehreren Kanälen gleichzeitig weniger machen. Im Folgenden erfährst du dazu viele spannende Tipps.

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Die Datenströme unseres Alltags

Streaming ist fester Bestandteil unseres Alltags – ob zuhause oder unterwegs, in unserer Freizeit oder im Schulunterricht.

Beim Streamen werden, ähnlich wie bei einem Download, Daten von einem entfernten Server abgerufen. Über ein Netzwerk, meist das Internet, kommen diese Daten auf unseren Smartphones, Laptops, Smart TVs oder anderen Geräten an.

Der Unterschied zum herkömmlichen Download liegt darin, dass die Bild- und Tondaten – oder eine Kombination aus beidem – nicht vollständig heruntergeladen werden müssen, damit man sie auf dem jeweiligen Endgerät anschauen oder -hören kann. Stattdessen werden – wie der Begriff „Streaming“ verrät – die Daten als kontinuierlicher Strom übertragen. Die Wiedergabe auf unseren Geräten erfolgt in Echtzeit oder fast in Echtzeit, während die als nächstes benötigten Daten im Hintergrund kontinuierlich „weiter strömen“.

Anders als beim Download werden die Inhalte aber nicht dauerhaft gespeichert: Bereits angeschaute oder -gehörte Teile werden automatisch gelöscht.

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Wir streamen

  • Audioinhalte wie Musik, Podcasts und Hörbücher
  • Videoinhalte, die meist aus einer Kombination aus Bild und Ton bestehen. Dazu gehören zum Beispiel Clips auf Social Media, Dokumentationen, Fernsehsendungen, Filme und Serien .
Neben in sich abgeschlossenen Clips, Songs oder anderen Dateien gibt es auch Inhalte, die live gestreamt werden. Zu solchen Livestreams zählen etwa Internetradio und -fernsehsendungen, Live-Podcasts oder Videoübertragungen aus dem Web – zum Beispiel über YouTube Live oder Twitch, das sich auf Gaming-Streams spezialisiert hat.

Im Rahmen ihrer Medienstudie 2024 haben ARD und ZDF die Nutzungshäufigkeit von Mediatheken und Videostreamingdiensten in Deutschland untersucht. Bei den Audio-Plattformen führt Spotify vor YouTube (als reiner Musikquelle), Amazon Music, Apple Music und Soundcloud.

Unter den 14- bis 29-Jährigen ist bei den Videoplattformen YouTube am beliebtesten: 81 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, YouTube mindestens einmal wöchentlich zu nutzen. Dahinter folgen in absteigender Reihenfolge Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ und die ZDF-Mediathek.

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Eine ähnlich beliebte Freizeitbeschäftigung wie das Streamen ist das Gaming. Bei der JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest gaben 73 Prozent aller befragten Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren an, in ihrer Freizeit mindestens mehrmals pro Woche – und teils auch täglich – digitale Spiele zu spielen . Insbesondere der Bereich Online-Gaming ist laut Verband der deutschen Games-Branche (game) 2024 um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

Ganz ähnlich wie beim Streaming werden auch bei Online-Spielen große Datenmengen über das Internet übertragen. Auch hier kommt es teilweise auf eine extrem hohe Geschwindigkeit bei der Datenübertragung an – vor allem bei Multiplayer-Spielen, bei denen gemeinsam in Echtzeit Missionen erfüllt werden. Hakt es bei der Übertragung, ruckelt das Spiel.

Aber nicht nur bei aufwändigen Games für Konsolen und Desktop-PCs spielt der Datenaustausch mit entfernten Servern eine wichtige Rolle – auch viele Gelegenheitsspiele für das Smartphone rufen Online-Inhalte ab.

Bei den meisten Games sind die wichtigsten Spieledaten auf dem verwendeten Endgerät installiert, und nur ein Teil der Inhalte wird nachträglich über das Netz angefordert. Es gibt aber auch Spiele, deren Inhalte vollständig gestreamt werden, die man also ganz ohne Installation spielen kann. Man spricht dann von Cloud Gaming. Das Spiel läuft dabei auf einem entfernten Server, der die Eingaben der Nutzer*innen über das Internet empfängt und Bild und Ton an das Endgerät, meist einen PC oder eine Spielekonsole, zurückschickt .

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Die Spielebranche ist in Deutschland ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und wird als solcher vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Quelle: BMWE / YouTube

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Medieninhalte und Games zu streamen…

  • … schafft Flexibilität, indem es Inhalte von jedem Ort und jedem Gerät abrufbar macht, solange eine Internetverbindung existiert.
  • … bereichert unseren Alltag durch Musik, Filme und Serien, aber auch durch lehrreiche Inhalte.
  • … spart Speicherplatz und macht grafisch anspruchsvolle Spiele auch auf weniger leistungsfähiger Hardware verfügbar.
  • … gibt Einzelpersonen und Online-Communities die Möglichkeit, sich über Musik, Videos oder Livestreams kreativ auszudrücken und beim Zocken miteinander zu messen.
Spiele sind heute nicht nur Unterhaltung, sondern soziale Räume, in denen Jugendliche und junge Erwachsene Gemeinschaft erleben, Freundschaften pflegen, aber auch Normen und Werte verhandeln. Viele Spiele spiegeln aber längst nicht mehr nur kindliche Erfahrungswelten, sondern die Erwachsenenwelt wider – mitsamt Gewalt, Machtspielen oder kriminellen Handlungen. Hier ist kritische Selbstreflexion gefragt: Derartige (kriminelle) Handlungen zur Erfüllung von „Missionen“ dürfen nicht verharmlost werden: Sie prägen Sozialisationsprozesse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und müssen kritisch reflektiert werden. Dennoch schafft Gaming bei Jugendlichen neue Arten von sozialen Kompetenzen die sie auch außerhalb der virtuellen Welt anwenden.

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Gaming kann unterschiedlichste Menschen zusammenbringen und den Teamgeist fördern. Das Video zeigt, dass und wie auch Menschen mit Behinderung daran teilhaben können. Quelle: Game Two / YouTube

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Leider ist nicht alles cool an Streaming und Gaming. Zu viel davon kann dafür sorgen, dass du dich abkapselst und von Freund*innen und Familie zurückziehst. Wenn du beispielsweise nur noch zu Hause sitzt und Serien schaust, kann das neben sozialer Isolation auch ungesunden Bewegungs- und Schlafmangel zur Folge haben.

Nach Gaming kann man schlimmstenfalls sogar süchtig werden. Eine weitere Gefahr: In-Game- oder In-App-Käufe, die Jugendlichen echtes Geld aus der Tasche ziehen.

Solche Käufe, Abos und die immer neue Hardware führen dazu, dass sich der private Raum von Jugendlichen ökonomisiert. Gaming ist längst Teil einer milliardenschweren Industrie, die Jugendliche gezielt in ihrem privaten Kinderzimmer anspricht.

Zunehmend hat auch die Werbewelt Videospiele für sich entdeckt. In vielen Games tauchen inzwischen Produktplatzierungen, gesponserte Events oder virtuelle Werbetafeln auf – ähnlich wie in Sportstadien. Diese Form von „In-Game-Advertising“ macht Spielewelten zu Marktplätzen, in denen Konsumangebote nahtlos in das Spielerlebnis eingebettet sind. Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Freizeit, Unterhaltung und Werbung. Gerade für Jugendliche ist es wichtig, diese Einflüsse zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.

Die ständige Verfügbarkeit von Streams, etwa beim Zocken auf mobilen Geräten oder beim Musikhören unterwegs, bedeutet auch eine ständiges Ablenkungsrisiko. Im Unterricht oder bei den Hausaufgaben kann das zu Konzentrationsproblemen führen – und im Straßenverkehr schlimmstenfalls sogar zu Unfällen.

Viele Jugendliche sind multichannel unterwegs: Sie zocken, chatten gleichzeitig mit Freund*innen, und nebenbei läuft ein YouTube-Stream oder ein Erklärvideo. Das kann spannend sein, kostet aber viel Aufmerksamkeit – und erhöht den Daten- und Energieverbrauch erheblich.

Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt: Unsere Umwelt wiederum leidet unter dem CO2-Ausstoß, den zu viel Streaming und die Datenübertragung beim Gaming verursachen. Überdies birgt auch der Lebenszyklus der Geräte Belastungen für Umwelt und Klima – von der Produktion über den Betrieb bis hin zur Entsorgung .

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Süchtig nach Gaming: Ein Betroffener erzählt. Quelle: WDR / YouTube

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Umweltbelastung durch Gaming & Streaming

Damit wir Filme und Musik per Stream abrufen oder mit Freund*innen über das Internet zocken können, müssen Daten in großen Rechenzentren verwaltet und von dort aus auf unsere Endgeräte übertragen werden. Welche Auswirkungen hat das eigentlich auf unsere Umwelt?
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Im Rahmen eines Forschungsprojekts hat das Umweltbundesamt (UBA) 2020 die Menge der Treibhausgasemissionen untersucht, die das Streaming verursacht. Das ist ähnlich wie bei der mobilen Nutzung von Social Media. Zwei Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle:

  1. Die Emissionen, die direkt in den Rechenzentren der Streaming-Dienstleister entstehen und
  2. jene, die das Übertragen der Daten aus dem Rechenzentrum über das Internet auf unsere Geräte verursacht.
Für 1), also die Emissionen in den Rechenzentren, ermittelte das UBA einen Ausstoß von 1,46 Gramm CO2-Äquivalente für eine Stunde Videostream in Full HD (Bildschirmauflösung 1920 x 1080 Pixel), also einer guten Bildqualität. Das entspricht einer 10 Meter langen Autofahrt, ist also nicht wirklich viel.

Für eine umfassende Emissionsberechnung müsste man Punkt 2, also den CO2-Ausstoß durch die Übertragung, hinzurechnen. Das ist aber nicht so einfach. Hier kommt es darauf an, über was für ein Netzwerk die Streaming-Inhalte auf unsere Endgeräte gelangen. Am umweltschonendsten geht das laut UBA über moderne Glasfaser. Mit Glasfaser werden bei einem einstündigen Videostream zwei Gramm CO2-Äquivalente pro Stunde verursacht. Beim Kupferkabel (VDSL) sind es vier Gramm.

Am schlechtesten schneidet die Datenübertragung über Mobilfunk ab: Über das derzeit gängige 4G-Netz fallen 13 Gramm für den Stream an, also um ein Vielfaches mehr als bei Glasfaser und Kupferkabel. Wenn wir also unterwegs mit dem Handy streamen, ist das für die Umwelt deutlich schlechter, als wenn wir aus einem Netzwerk auf die Inhalte zugreifen.

Die Frage, wie schädlich Streamen für Umwelt und Klima ist, lässt sich also nicht pauschal beantworten. Denn sowohl die Anbieter der Dienste als auch wir selbst haben die Möglichkeit, Einfluss darauf zu nehmen:

  • Die Anbieter können (und sollten!) ihre Rechenzentren so energieeffizient wie möglich gestalten und bestenfalls klimaneutrale Infrastrukturen schaffen. Auf den Websites bekannter Streaminganbieter kann man deren selbstgesetzte Klimaziele teilweise nachlesen. Eine Garantie dafür, dass diese auch tatsächlich konsequent umgesetzt werden, gibt es aber nicht.
  • Wir alle können uns bemühen, beim Streamen umweltbewusstere Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel, indem wir mit unseren Handys zuhause über WLAN streamen, statt das Handynetz zu verwenden. Oder indem wir uns im Zweifel lieber für eine etwas niedrigere Bildqualität entscheiden – denn je höher die Auflösung, desto mehr Daten müssen übertragen werden.

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Was sind Pixel, und was hat ihre Anzahl mit der Bildschirmauflösung zu tun? Roboter Fred erklärt die Zusammenhänge. Quelle: SRF / YouTube

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Um überhaupt zocken, Filme schauen oder Musik hören zu können, brauchen wir geeignete Endgeräte. Jedes einzelne davon durchläuft einen Lebenszyklus, dessen Phasen von der Produktion über den Betrieb bis hin zur Entsorgung Umweltbelastungen mit sich bringen. Das gilt übrigens auch für Netzwerkkomponenten wie Router, WLAN-Repeater und Co., die zuhause, in der Schule oder an öffentlichen Orten sicherstellen, dass wir online gehen können.

Aus der Gesamtheit dieser Belastungen berechnet sich der sogenannte digitale CO2-Fußabdruck. Und der ist, wie man auf der Website digitalcarbonfootprint.eu nachprüfen kann, von Gerät zu Gerät sehr unterschiedlich. Zum Beispiel wird bei der Produktion eines Desktop-Computers oder einer Spielekonsole deutlich mehr CO2 freigesetzt als bei der eines Smartphones. Und auch der Stromverbrauch in der Betriebs- und Nutzungsphase ist viel höher. Somit macht es für die Umwelt einen großen Unterschied, ob du beispielsweise eine Stunde Handy-Games (über WLAN) spielst oder aber auf einer Spielekonsole mit großem Bildschirm ein Spiel mit anspruchsvoller Grafik zockst.

Zu beachten ist auch, dass die Gaming-Hardware anspruchsvoller Spieler*innen typischerweise einen höheren CO2-Ausstoß verursacht als ein „normaler“ Computer. Denn Games mit modernster, detaillierter Grafik setzen besonders leistungsfähige Hardware voraus, wie beispielsweise große Bildschirme mit großer Pixelzahl.

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Mit ein paar Tipps und Kniffen kann man Gaming-PCs energieeffizienter machen. Quelle: GameStar / YouTube

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Die Entwicklung von Videospielen großer Spielestudios sind heutzutage Projekte, deren Ausmaße an Hollywoodfilme erinnern. An Games wie etwa dem für 2026 angekündigten Grand Theft Auto (GTA) VI von Rockstar Games sind mitunter Tausende Softwareentwickler*innen über mehrere Jahre hinweg beteiligt – verteilt auf zahlreiche Studios auf der ganzen Welt. Inoffizielle Budgetschätzungen in Höhe von mehreren hundert Millionen US-Dollars sind keine Seltenheit; im Falle von GTA VI berichteten Medien gar von nahezu zwei Milliarden Dollar.

Wie groß die Umweltauswirkungen einer solchen Mammut-Produktion sind, lässt sich nur schwer beziffern. Klar ist aber: Es braucht unzählige beheizte und beleuchtete Bürogebäude, Tausende leistungsstarker Rechner sowie eine weltweit verteilte Rechenzentrumsinfrastruktur für den Austausch, die Verwaltung und ständige Aktualisierung immer neuer Spieledaten.

Ebenfalls eine große Belastung für die Umwelt speziell durch die Gaming-Industrie ist die Produktion von Spielekonsolen nebst Zubehör – einschließlich dem Transport an den späteren Bestimmungsort.

Umso wichtiger ist es, dass sich die Firmen ihrer Verantwortung bewusst sind. Zum Glück scheint dies zumindest in Deutschland häufig der Fall zu sein: Laut dem Verband der deutschen Games-Branche game engagieren sich hierzulande 76 Prozent der „Spiele-Entwickler oder Publisher, E-Sport-Veranstalter, Bildungseinrichtung(en) oder Dienstleister aus dem Games-Bereich“ im Rahmen verschiedener Projekte für den Umweltschutz. Als Beispiele nennt game Sparmaßnahmen bei Energie und Heizung, die Nutzung von Ökostrom, Abfalltrennung, umweltfreundliche Verpackungskonzepte sowie die Thematisierung von Umwelt- und Klimaschutz in den Spielen. In einem Umweltguide hat game diese Bemühungen zusammengefasst – als Anregung für weitere Unternehmen, sich zu engagieren.

Auch auf internationaler Ebene gibt es Bemühungen, die Spieleindustrie „grüner“ zu machen. Ähnlich wie einige Streaming-Anbieter veröffentlichen auch Hersteller von Games und Konsolen jährliche Nachhaltigkeitsberichte, verfolgen Strategien zur Klimaneutralität und engagieren sich in Initiativen wie der Playing for the Planet Alliance.

Solches Engagement ist zwar grundsätzlich positiv, darf aber nicht davon ablenken, dass die großen Konzerne oft weit von den gesetzten Umweltzielen entfernt sind. Man sollte also kritisch hinterfragen, ob der Einsatz eines Unternehmens für Green IT wirklich aus Überzeugung erfolgt oder in erster Linie der Image-Pflege dient.

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Eine Möglichkeit, sich für Umwelt- und Klimaschutz zu engagieren ist es, diese Themen in Spielen zu behandeln. Auch vom Umweltbundesamt gibt es seit 2024 ein solches „Serious Game“. Quelle: UBA / YouTube

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Abzuwarten bleibt, wie sich die zunehmende Beliebtheit von Cloud Gaming langfristig auf Umwelt und Klima auswirkt. Laut einer Studie von game und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland nutzten 2022 mehr als 8 Millionen Menschen in Deutschland die Möglichkeit, Spiele zu streamen. Mögliche Vorteile für Umwelt und Klima könnten unter anderem

  • der Verzicht auf physische Datenträger (nebst Verpackungen) für die Spiele und
  • die Unabhängigkeit von CO2-intensiver Hochleistungs-Hardware (Gaming-PCs, aktuelle Konsolen) sein.

Der Haken an der Sache: Während es für viele Menschen okay ist, einen YouTube-Clip auch mal in geringerer Auflösung anzuschauen, wollen Gamer*innen weniger Abstriche bei der Grafik machen. Im Gegenteil: Realistisch wirkende Spielwelten, oft dargestellt auf großen Displays, sind vielen wichtig. Dementsprechend fließen beim stundenlangen Streamen filmreif aussehender Inhalte extrem viele Daten.

Das wiederum bedeutet einen hohen CO2-Ausstoß – nur eben in den Rechenzentren der Cloud Gaming-Anbieter statt zuhause. Von solchen Zentren müssen – je mehr Menschen sich für das Spielen per Stream entscheiden – weltweit immer mehr gebaut werden.

Indem die Anbieter künftig auf Ökostrom und besonders energieeffiziente Infrastrukturen setzen, könnten sie dafür sorgen, dass Cloud Gaming zu einer umweltfreundlicheren Alternative zur lokalen Spieleinstallation wird. Noch ist es aber nicht so weit: Im Rahmen von zwei Studien von 2016 und 2020 fiel der Energieverbrauch beim Cloud Gaming jeweils höher aus als beim Spielen lokal installierter Spiele auf leistungsfähigen Endgeräten.

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Umwelt und Klima spielend entlasten

Mit bewussten Entscheidungen beim Streamen und Gamen sowie bei der Anschaffung und Nutzung von Hardware können wir Einfluss darauf nehmen, wie schädlich unsere Hobbys für Umwelt und Klima sind. Im Folgenden schauen wir uns genauer an,

  • wie ressourcenschonenderes Streaming geht,
  • welche Offline-Alternativen es für Gamer*innen, Film- und Musikfans gibt,
  • wie du Hardware bewusster auswählst und möglichst umweltschonend nutzt und
  • was es abseits von Games und Serienmarathons für Möglichkeiten gibt, in der Freizeit Spaß zu haben.

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Insgesamt lassen sich einfache Tipps ableiten:

  • Regle beim Videoschauen die Auflösung so weit herunter wie möglich. Wenn du ohnehin auf einem kleinen Display schaust, wirst du in einigen Fällen gar keinen Unterschied sehen – nämlich dann, wenn die ursprünglich eingestellte Auflösung höher ist als die, die dein Bildschirm überhaupt darstellen kann.
  • Apropos Bildschirm: Entscheide dich im Zweifel lieber für einen kleineren. So umgehst du Qualitätseinbußen des Bildes bei geringerer Auflösung, sparst in den meisten Fällen Strom und verursachst so insgesamt einen geringeren digitalen CO2-Fußabdruck.
  • Manchmal hören wir Musik, indem wir beispielsweise in einem Browsertab ein YouTube-Video aufrufen. Dann wechseln wir den Tab und machen nebenbei etwas anderes. Der Stream läuft weiter – und das Bild wird übertragen, ohne dass wir es überhaupt sehen. Auch hier gilt: Minimiere die Auflösung. Oder, noch besser: Erkundige dich, ob du nicht auf einer anderen Plattform dieselbe Musik als reinen Audiostream findest.
  • Auch den Zusammenhang zwischen verwendeten Netzen und entstehenden Emissionen kennst du aus dem Spotlight 2. Indem du Streaming-Inhalte vorwiegend via WLAN abrufst, statt über das Handynetz, schonst du die Umwelt. Das geht über öffentliche Hotspots auch unterwegs.
  • Wähle sehr bewusst aus, was und wie lange du streamst – und konzentriere dich dann voll und ganz darauf. Denn wenn du zum Beispiel beim Musikhören auf einem zweiten Bildschirm ein Video schaust, machst du nichts so richtig. Du verschwendest Energie – übrigens auch deine eigene, weil dieses „Multitasking“ anstrengend ist.
  • Informiere dich beim Gaming nach Alternativen zur Cloud-Variante eines Spiels. Falls es die nicht gibt: Nutz’ die Services in Maßen und informiere dich über sinnvolle Energiespareinstellungen für Konsolen und Games.
  • Schließe dich beim Gamen und Filmeschauen mit Freund*innen zusammen. Wenn ihr gemeinsam denselben Stream nutzt und euch beispielsweise beim Zocken abwechselt, spart ihr Energie und habt mehr Spaß als allein.

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Die UBA-Studie aus Spotlight 2 hat gezeigt, dass Streaming oft weniger CO2 verursacht als man denkt. Doch noch energiesparender ist der klassische Download von Inhalten. Viele Streaming-Plattformen bieten die Option an, Inhalte für die Offline-Wiedergabe herunterzuladen. Das ist ganz nebenbei auch noch sehr praktisch, weil du dann beim Schauen oder Hören nicht auf eine stabile Internetverbindung angewiesen bist.

Die Herstellung von DVDs, CDs und anderen Speichermedien für Musik, Filme und Games belastet die Umwelt, weshalb der Neukauf solcher Medien keine gute Alternative zum Streaming darstellt. Aber: Wie wäre es denn mit einem regionalen Gebrauchtkauf zum Beispiel auf Flohmärkten oder über Kleinanzeigen? Auf diese Weise vermeidest du CO2-Emissionen, die durch den Transport oder den Kauf im Internet anfallen würden. Womöglich haben Eltern oder Bekannte irgendwo noch einen richtigen Schatz an Filmen und Musik, den ihr gemeinsam entdecken könnt.

Wie stark Offline-Gaming die Umwelt belastet, hängt wie in Spotlight 2 beschrieben von der verwendeten Hardware ab. Ein interessantes Hobby sind Retro-Games am Computer oder auf alten Spielekonsolen. Ältere, kultige Spiele also, die grafisch wenig aufwändig und dementsprechend auch weniger CO2-intensiv sind. Mit mehreren Controllern an einer Konsole könnt ihr dabei auch ganz ohne Internet gegeneinander antreten.

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Bereits beim Kauf der Geräte zum Streamen und Gamen solltest du darauf achten, dass deine persönlichen Anforderungen an die Hardware mit der tatsächlichen Ausstattung übereinstimmen. Gleiches gilt auch für den Kauf des Bildschirms. Achte auf Kennzeichnungen, die Auskunft über den Energieverbrauch des Endgeräts geben und wähle ein energieeffizientes Netzteil, das zu deiner Hardware passt.

Eine Alternative zur Neuanschaffung sind „generalüberholte „refurbished“, Geräte, die man auf speziellen Online-Plattformen kaufen kann.

In der Nutzungsphase gibt es viele Stellschrauben für einen möglichst umwelt- und klimafreundlichen Betrieb. Für alle Endgeräte mit verfügbarem Standby-Modus gilt: Komplettes Ausschalten ist besser, denn es senkt den Stromverbrauch auf null. Gerade im Bereich der Spielekonsolen lohnt es sich, online nach Herstellerinformationen oder Videotutorials zu schauen, in denen erklärt wird, wie man die Geräte möglichst strom- und datensparend nutzt.

Bei modularem Aufbau gilt: Beschäftige dich damit, wie man zum Beispiel die Grafikkarte eines PCs austauscht, um diesen bei Bedarf selbst aufrüsten zu können.

Bevor du Geräte, die dir nicht mehr „gut“ oder leistungsfähig genug erscheinen, entsorgst, hinterfrage deine Gründe für diese Entscheidung: Brauchst du wirklich die neueste Konsole?

Selbst wenn du dich letztlich für ein neues Gerät entscheidest, ist Verkaufen oder Verschenken des alten Geräts immer besser als Wegwerfen.

Kaputte Hardware von Konsolen ist oft reparierbar. Überprüfe zunächst, ob du noch Garantie darauf hast. Alternativ zur Profi-Reparatur findest du kostenlose Anleitungen zum Beispiel auf ifixit.com oder in speziellen Repair-Cafés. Informationen zum Recycling deiner Hardware als allerletzte Option findest du auf der Website der Kampagne „Plan E“.

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Ein YouTuber erklärt Details zum Ruhemodus der Playstation 5 – und damit zur energiesparenden Nutzung. Solche Videos gibt es online für nahezu jede Konsole. Quelle: ConFace / YouTube

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Neben großen Unterhaltungsproduktionen gewinnen auch sogenannte Serious Games an Bedeutung. Dabei handelt es sich um Spiele, die nicht nur Spaß machen, sondern auch Lernziele verfolgen – etwa zu Klima, Energie oder Demokratie. Sie ermöglichen es Jugendlichen, spielerisch zu erleben, welche Folgen ihr Handeln hat, zum Beispiel beim nachhaltigen Bauen einer Stadt oder beim Ressourcensparen. Serious Games sind ein Beispiel dafür, wie die Spielkultur genutzt werden kann, um positive Sozialisationsprozesse zu fördern und Nachhaltigkeitsthemen erlebbar zu machen.

Generell gilt: Spiele sind nicht nur Technik, sondern auch Inhalte. Manche fördern Kooperation, Empathie und verantwortliches Handeln, andere hingegen verharmlosen problematische Werte oder Normverstöße. Für Jugendliche ist es daher wichtig, die Spielinhalte kritisch zu reflektieren.

Serious Games können hier eine spannende Alternative sein: Sie verbinden Spielspaß mit konkretem Lernen und zeigen, dass Gaming nicht nur Ressourcen verbraucht, sondern auch nachhaltige Werte und Verhaltensweisen stärken kann. So wird deutlich, dass digitale Spiele auch einen Beitrag zu (Umwelt-)Bildung und Gesellschaft leisten können.

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Es gibt viele verschiedene Serious Games die du probieren kannst. Zum Beispiel "Serena Supergreen". Quelle: the Good Evil / YouTube

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Auch abseits von Tastatur, Controller und Handy-Display gibt es jede Menge tolle Freizeitaktivitäten ohne auf Musik, Filme oder Games zu verzichten. Wie wäre es mit einem Kino- oder Konzertbesuch mit Freund*innen? Oder, wenn du gern zockst, mit einem Hobby, das deinem liebsten Gaming-Genre am ehesten entspricht? Ein paar Anregungen dazu:

  • Dinge bauen/basteln oder designen,
  • eine bestimmte Sportart,
  • Survival-Training im Wald oder
  • Rollenspiele mit Karten, Würfeln oder
  • Cosplay?
Offline-Zeit entspannt und schont die Umwelt. Und wenn ihr dabei auch noch gemeinsam Spaß habt, werdet ihr den Verzicht auf Smartphone, Konsole und Co. spielend meistern. Probiert es doch einfach mal selbst aus!

Übrigens: Wenn dir die Freizeitgestaltung ohne Streaming und Gaming schwerfällt oder du sogar glaubst, süchtig zu sein, findest du bei „Ins Netz gehen“, einer Kampagne des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit , weiterführende Informationen und Hilfsangebote.

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Beim Cosplay kannst du beispielsweise einen Charakter aus deinem Lieblings-Game verkörpern. Quelle: Puls Reportage / YouTube

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